Asylanträge in Deutschland: Ein Rückgang um fast 50% im ersten Halbjahr!
Der Rückgang der Asylanträge in Deutschland um fast 50% in der ersten Jahreshälfte 2023 und der Vergleich zu Europa.

Asylanträge in Deutschland: Ein Rückgang um fast 50% im ersten Halbjahr!
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 ist die Zahl der Asylanträge in Deutschland drastisch gesunken. Laut Zeit wurden insgesamt 65.495 Anträge gestellt, was einem Rückgang von fast 50 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Damit hält Deutschland nicht mehr den ersten Platz unter den europäischen Ländern, wenn es um Asylanträge geht. Die Liste wird angeführt von Spanien mit 76.020 und Frankreich mit 75.428 Anträgen.
Insgesamt wurden in Europa, Norwegen und der Schweiz zwischen Januar und Juni 2023 388.299 Asylanträge registiert. Das bedeutet einen Rückgang von 23 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders hervorzuheben ist, dass die meisten Antragsteller in Deutschland aus Afghanistan (22 %), Syrien (20 %) und der Türkei (11 %) kamen. Nur ein kleiner Teil, 3,1 %, stammt aus Russland.
Asylsystem in Europa unter Druck
Doch nicht nur die Zahlen sind interessant. Die Asylpolitik der EU wird immer wieder diskutiert und geprüft. Die Asylanträge in den Ländern sind unterschiedlich verteilt. In Griechenland gab es etwa 57.895 Anträge, und die höchsten Raten im Verhältnis zur Bevölkerung wurden in Zypern, Österreich und Griechenland verzeichnet. Interessant zudem, dass in Ungarn, Tschechien und der Slowakei die wenigsten Anträge gestellt wurden.