Der Automobilmarkt in Deutschland steht vor einer langsamen Erholung, wie am 8. Dezember 2025 verkündet wurde. Laut Tagesschau wird erwartet, dass die Neuzulassungen von Pkw im kommenden Jahr um zwei Prozent auf 2,9 Millionen Fahrzeuge steigen. Trotz dieser leichten Steigerung sind wir noch weit vom Vorkrisenniveau im Jahr 2019 entfernt, wo die Zahlen rund ein Fünftel höher lagen.
Ein eindeutiger Trend ist der Anstieg der Elektroautos, dessen Neuzulassungen auf knapp eine Million Fahrzeuge steigen sollen, was einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Diese positive Entwicklung könnte durch die zügige Umsetzung neuer Fördermaßnahmen der Bundesregierung weiter beschleunigt werden. Allerdings gibt es auch Befürchtungen, dass unklare Kriterien und eine langsame Abwicklung die Käufer dazu bringen könnten, abzuwarten und so den Schwung im Elektro-Pkw-Markt zu gefährden, wie der VDA betont.
Marktentwicklung im internationalen Vergleich
Die Branchenvertreter sind sich einig, dass Deutschlands Position in der Automobilindustrie für die kommenden Jahre entscheidend bleibt. 2026 wird die Pkw-Inlandsproduktion auf 4,11 Millionen Einheiten sinken, während der Export der deutschen Hersteller leicht um ein Prozent zurückgehen könnte. Gleichzeitig wird jedoch auch die Fertigung von Elektro-Pkw um fünf Prozent auf 1,76 Millionen Einheiten zunehmen. Damit bleibt Deutschland der zweitgrößte Produktionsstandort für Elektroautos weltweit.
Herausforderungen und Chancen
Die Herausforderungen für die Branche sind zahlreich: Neben den bestehenden US-Zöllen und Problemen am chinesischen Markt steht die Automobilindustrie vor den Kosten der klimaneutralen Transformation. Auch der Wettbewerb mit Herstellern wie Tesla, die die Branche revolutionieren, und der Druck durch chinesische Firmen wie BYD, die in China Marktanteile gewinnen, verursachen zusätzliche Unsicherheiten. In diesem Zusammenhang wird die Entwicklung neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz immer wichtiger, um den Anschluss nicht zu verlieren und innovative Produkte wie das „Software-Defined-Vehicle“ zu entwickeln, was von der Statista hervorgehoben wird.
Die Zukunft der Automobilindustrie ist also von einem Spannungsfeld zwischen Herausforderungen und Chancen geprägt. Es bleibt abzuwarten, wie die Branche auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert und welche Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden. Klar ist jedoch, dass sowohl Hersteller als auch Zulieferer gefordert sind, sich neu aufzustellen und technische Fachkompetenzen mit den Bedürfnissen des Marktes in Einklang zu bringen.