Am vergangenen Wochenende erlebte der Alb-Donau-Kreis ein buntes Treiben voller Lebensfreude und Tradition. Der erste große Fasnetsumzug der NZ Hinterhau-Geister in Heroildstatt fand in einem mystischen Nebel statt und zog zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer an. Auch der traditionelle „Glombige“ in Westerheim ließ sich das Wetter nicht anmerken und wurde trotz nasser Bedingungen nicht abgesagt. Hohenstadt hingegen konnte sich über einen sonnigen Freitag freuen, was die Stimmung zusätzlich aufhellte.
Insgesamt zählte der Umzug in Hohenstadt etwa 800 Teilnehmende, die nicht nur aus der Region, sondern auch aus Neu-Ulm und Ulm angereist waren. Damit erlebte das 850-Seelen-Dorf eine temporäre Erhöhung seiner Einwohnerschaft. Unter den vielen bunten Kostümen und Masken waren die Wetzastoi-Beißer aus Neckarhausen sowie die Tanzgarde der IGF Westerheim zu sehen, die mit ihren Auftritten das Publikum begeisterten. Die jüngsten Mitglieder der Westerheimer Schwobagräsch starteten den Umzug und sorgten für strahlende Gesichter.
Fasnetsgefühl und Gemeinschaft
Der Faschingsumzug in Hohenstadt ist ein jährliches Event, das mit bunten Wagen und kreativen Kostümen die Besucher aller Altersgruppen begeistert. Die teilnehmenden Gruppen sorgen für Unterhaltung und verbreiten das echte Fasnetsgefühl, geprägt von Musik, Humor und kreativen Darstellungen. Nach dem Umzug geht das närrische Treiben an mehreren Veranstaltungsorten wie dem Lümmelheim, Lümmelzelt, Dorf- und Feuerwehrhaus sowie dem Sonnenzelt weiter. Hier haben die Feiernden die Möglichkeit, zu tanzen und gesellig beisammensitzen, während die gute Stimmung bis in die späten Stunden anhält.
Die Fasnacht hat in Deutschland eine lange Tradition und bezeichnet die Bräuche, die vor der 40-tägigen Fastenzeit stattfinden. Die Feierlichkeiten sind vielfältig und beinhalten Umzüge, Lieder sowie das Tragen von Masken und Kostümen. Besonders in den Hochburgen des rheinischen Karnevals und der schwäbisch-alemannischen Fastnacht wird diese bunte Zeit ausgiebig zelebriert. In Hohenstadt und Westerheim wird diese Tradition lebendig gehalten und zeigt, wie wichtig Gemeinschaft, Brauchtum und Lebensfreude sind.
Ein Blick in die Geschichte
Die Ursprünge des Karnevals reichen bis in die Antike zurück, wo ähnliche Feste bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien gefeiert wurden. In Deutschland ist die älteste literarische Erwähnung der „Fasnaht“ aus dem Jahr 1206 datiert. Karneval wird nicht nur in Europa, sondern auch in Lateinamerika und anderen Teilen der Welt gefeiert, wo eigenständige Traditionen entstanden sind. Während der Woche vor Aschermittwoch, die den Höhepunkt der Fasnacht darstellt, finden zahlreiche Umzüge und Feiern statt, die die Menschen zusammenbringen und das Leben feiern.
Die Fasnetsumzüge in Hohenstadt und Westerheim sind ein lebendiger Ausdruck dieser Tradition und zeigen, wie die Menschen in der Region die winterlichen Tage mit Farben und Freude vertreiben. Die zahlreichen Masken und die kreative Vielfalt der Kostüme sind nicht nur ein visuelles Fest, sondern auch ein Zeichen für den Zusammenhalt der Gemeinschaft, die sich jedes Jahr neu in diesen Feierlichkeiten zeigt. Weitere Informationen zu diesem bunten Treiben finden Sie in den Artikeln auf Schwäbische.de und Bwegt.de.