Am heutigen Sonntag, dem 8. März 2026, findet die mit Spannung erwartete Landtagswahl in Baden-Württemberg statt. Rund 7,7 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. In den Wahlkreisen Ulm und Ehingen wird ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Hauptkonkurrenten, der CDU und den Grünen, erwartet. Manuel Hagel aus Ehingen tritt als jüngster Ministerpräsident Baden-Württembergs an und sieht sich Cem Özdemir als ernsthaften Herausforderer gegenüber. Die Entwicklungen vor Ort werden laufend von der Schwäbischen Zeitung berichtet, die auch Informationen zu Wahllokalen, Hochrechnungen und den Aussagen der Parteivertreter bereitstellt.
Erstmals müssen die Wähler bei dieser Landtagswahl in Baden-Württemberg zwei Kreuzchen setzen. Reporterin Leonie Erdmann erklärt das neue Prinzip und gibt wertvolle Hinweise für den Gang ins Wahllokal. Die Direktkandidaten in den Wahlkreisen Ehingen und Ulm stehen bereits fest und auch die Umfragewerte versprechen einen spannenden Wahlkampf. Laut letzten Umfragen liegt die CDU mit 28% nur knapp vor den Grünen, die bei 27% liegen. Der Abstand schwankt zwischen einem und drei Prozentpunkten, was die Spannung zusätzlich erhöht.
Wahlkampf und Umfragen
Die CDU hatte vor einigen Monaten noch einen komfortablen Vorsprung von über zehn Punkten, doch der Wind hat sich gedreht. Die AfD, die mit Umfragewerten zwischen 18 und 20 Prozent als neue Oppositionsführung gesehen wird, sorgt ebenfalls für Gesprächsstoff. Die SPD zeigt sich schwach mit Werten von 7 bis 9 Prozent, was ein historisch schlechtes Ergebnis darstellen könnte. Die FDP und die Linke bewegen sich mit 6% bzw. 5,5% in der Nähe der 5%-Hürde für den Einzug in den Landtag.
Die Wahl findet in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit statt, die sich durch steigende Arbeitslosigkeit bemerkbar macht. In Fernsehdebatten haben Hagel und Özdemir unterschiedliche Ansätze zur Wirtschaft präsentiert. Während Özdemir in Umfragen als beliebterer Ministerpräsidenten-Kandidat mit 42% bis 47% Zustimmung gilt, muss Hagel auf seine politischen Stärken setzen, um die Wähler für sich zu gewinnen.
Wahlverfahren und -modalitäten
Das Wahlverfahren sieht vor, dass jeder Wähler zwei Stimmen abgibt: eine Erststimme für den Direktkandidaten und eine Zweitstimme für die Partei. Zudem dürfen nun auch Wahlberechtigte ab 16 Jahren teilnehmen, was die Wählerschaft erheblich verjüngt. Für die Wahl 2026 werden etwa 650.000 Erstwähler erwartet. Die Anträge für die Briefwahl müssen bis zum 6. März 2026 eingereicht werden, wobei alle Unterlagen bis 18 Uhr am Wahlsonntag eingegangen sein müssen.
Insgesamt treten 21 Parteien an, verteilt auf 70 Wahlkreise. Die Koalition mit der AfD ist von allen im Landtag vertretenen Parteien ausgeschlossen. Die Wahl-O-Mat-Plattform, die am 9. Februar 2026 veröffentlicht wurde, hilft Wählern, sich über die Positionen der Parteien zu informieren. Zudem sind barrierefreies Wählen für Menschen mit Behinderungen und Sicherheitsmaßnahmen gegen Wahlbetrug vorgesehen.
Die ersten Hochrechnungen und die Sitzverteilung werden am heutigen Wahlsonntag erwartet. Angesichts der aktuellen Umfragewerte und der politischen Landschaft in Baden-Württemberg bleibt abzuwarten, wie sich das Ergebnis entwickeln wird. Die Wähler stehen vor der Herausforderung, eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur die nächsten Jahre, sondern auch die zukünftige Ausrichtung des Landes prägen könnte. Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen lohnt sich ein Blick auf die Berichterstattung bei Focus und die Tagesschau.




