Heute ist der 17.02.2026 und wir blicken auf einen Vorfall zurück, der sich am Montagmorgen auf der Bundesstraße 28 zwischen Römerstein und Feldstetten ereignete. Der Verkehr wurde durch ein verunglücktes Silofahrzeug erheblich behindert, was zu Vollsperrungen bis gegen 11 Uhr führte. Der Fahrer des 5-Achser Scania geriet gegen 7.45 Uhr aus bisher unbekannter Ursache auf das rechte Bankett und blieb im matschigen Untergrund stecken. Leider zog der Unfall schwerwiegende Verletzungen für den Fahrer nach sich, der umgehend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

In den ersten Stunden nach dem Unfall wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Um 9.30 Uhr traf ein spezielles Abschlepp- und Bergefahrzeug aus Leipheim ein, um die Zugmaschine samt Silo-Sattelanhänger wieder auf die Straße zu ziehen. Der verunfallte Lkw, der Sand geladen hatte, wurde in einer nahegelegenen Parkbucht abgestellt. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei stellten das Bankett wieder in einen verkehrssicheren Zustand her. Während der Bergungsarbeiten wurde der Verkehr über Westerheim und Heroldstatt umgeleitet. Der Sachschaden am Silo-Zug wird auf rund 70.000 Euro geschätzt, während der Flurschaden auf etwa 5.000 Euro beziffert wird (Schwäbische Zeitung).

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis

Ein ganz anderes Bild zeigt sich im Landkreis Hameln-Pyrmont, wo ein Lkw seit Oktober 2024 auf einem privaten Gartengrundstück steht. Der Gartenbesitzer, Thomas Milnikel, beklagt sich darüber, dass niemand für die Bergung des Fahrzeugs zuständig ist. Am Tag des Unfalls wurde zwar der Kraftstoff aus dem Lkw gepumpt und eine erste Begehung zur Bergung vorgenommen, doch danach geschah monatelang nichts. Der Lkw, der Bitumen geladen hatte, hat inzwischen seine Fracht ausgehärtet, was die Bergung zusätzlich erschwert.

In dieser Situation sind viele Behörden involviert, darunter Polizei, Straßenmeisterei und der Landkreis. Bürgermeister Thomas Küllig erklärte, dass die Gemeinde nicht helfen könne, da der Lkw auf einem Privatgrundstück steht und der Fahrzeugbesitzer sich nicht kümmert. Das Fahrzeug ist in Großbritannien zugelassen und gehört einem italienischen Unternehmen, was die Lage kompliziert. Der Landkreis Hameln-Pyrmont gab an, dass keine Bergung beauftragt wurde, da keine Fahrzeugversicherung für den britischen Lkw ermittelt werden konnte. Die Kosten für die Bergung könnten bis zu 100.000 Euro betragen, was für Milnikel eine große Belastung darstellt. Dennoch nimmt er die Situation mit Humor und äußert scherzhaft, dass er Zimmer auf der Ladefläche vermieten könnte (ZDF heute).

Der Kontext der Lkw-Unfälle

Unfälle mit Lastkraftwagen sind in Deutschland ein immer wiederkehrendes Thema, das nicht nur Verkehrsteilnehmer betrifft, sondern auch eine Reihe von rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen mit sich bringt. Die Zuständigkeit für Bergungen und die damit verbundenen Kosten werfen Fragen auf, die oft von den betroffenen Bürgern nicht einfach zu klären sind. Zudem zeigt der Fall in Hameln-Pyrmont, wie schwierig es sein kann, die richtige Verantwortung zu klären, insbesondere wenn internationale Aspekte ins Spiel kommen. Der Umgang mit solchen Situationen erfordert oft viel Geduld und einen langen Atem, sowohl von den Betroffenen als auch von den zuständigen Behörden.