Im Jahr 2025 verzeichnete das Polizeipräsidium Ulm eine bemerkenswerte Entwicklung im Bereich der Verkehrsunfälle. Insgesamt gab es 23.789 Verkehrsunfälle, was einen Anstieg im Vergleich zu 2024 darstellt, als es 23.687 Unfälle waren. Besonders auffällig ist, dass über 59 % dieser Unfälle Kleinstunfälle ohne Personenschäden oder Ordnungswidrigkeiten waren, was 14.140 Unfälle entspricht. Verkehrsunfälle mit Sachschaden stiegen um 123 auf 21.041, während sich die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 21 auf 2.748 reduzierte. Dies zeigt, dass trotz eines leichten Anstiegs der Gesamtzahl der Unfälle, die schweren Unfälle abnahmen.

Ein erfreulicher Trend ist der Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle. Diese sank von 39 im Jahr 2024 auf 31 im Jahr 2025, was zu insgesamt 36 Verkehrstoten führte, sechs weniger als im Vorjahr. Besonders im Landkreis Biberach fiel die Zahl der Verkehrstoten dramatisch von 18 auf sechs, während im Alb-Donau-Kreis die Zahl der Verkehrstoten von sechs auf zwölf anstieg. Im Stadtkreis Ulm blieben die Zahlen stabil, mit jeweils vier Verkehrstoten in beiden Jahren.

Verkehrssicherheit und Unfallursachen

Die Hauptunfallursache außerhalb geschlossener Ortschaften bleibt überhöhte Geschwindigkeit, während innerorts häufig Vorfahrt und Abbiegen die Unfallursachen sind. Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm 113.556 Geschwindigkeitsverstöße geahndet, wobei die Zahl der Verstöße mit Messanhängern im Vergleich zum Vorjahr halbiert wurde. Ein Blick auf die Drogen- und Alkoholunfälle zeigt, dass Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss um 8 % auf 318 Unfälle zurückgingen, während die Unfälle unter dem Einfluss anderer Drogen um 94 % auf 60 stiegen.

Ein besonders besorgniserregender Trend ist der Anstieg der Unfallzahlen mit E-Scootern, die von 23 im Jahr 2021 auf 136 im Jahr 2025 stiegen. Hauptunfallursachen bei E-Scootern sind fehlende Verkehrstüchtigkeit und Missachtung der Vorfahrt. Auch die Zahl der Pedelec-Unfälle stieg auf 321, wobei 210 selbstverschuldet waren. Die Zahl der getöteten Pedelec-Fahrer stieg um drei auf insgesamt vier, wobei 58 % der Unfallbeteiligten zwischen 25 und 64 Jahren alt waren.

Fazit und Ausblick

Die Verkehrsunfallstatistik dient nicht nur der Analyse der Verkehrssicherheit, sondern ist auch Grundlage für Maßnahmen in der Gesetzgebung, Verkehrserziehung und Straßenbau. Die Ergebnisse zeigen die Strukturen des Unfallgeschehens und helfen, Abhängigkeiten zwischen unfallbestimmenden Faktoren aufzuzeigen. Im Jahr 2025 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 314.129 Verkehrsunfälle, was einem Anstieg von 1,6 % im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg stieg um 7,9 % auf 367. Die Entwicklungen im Polizeipräsidium Ulm, wo die Zahl der Verkehrstoten auf 36 fiel, stimmen optimistisch, doch es bleibt wichtig, weiterhin präventive Maßnahmen zu ergreifen und das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen.

Um mehr über die Verkehrssicherheitslage zu erfahren, können Sie die detaillierten Statistiken auf der Schwäbischen Zeitung und der Polizei Baden-Württemberg einsehen. Diese Statistiken sind entscheidend, um die Verkehrspolitik weiterzuentwickeln und die Sicherheit auf unseren Straßen zu verbessern.