Die Verkehrsunfallstatistik des Jahres 2025 zeigt sowohl positive als auch besorgniserregende Entwicklungen im Bereich der Verkehrssicherheit im Polizeipräsidium Ulm und darüber hinaus. In Baden-Württemberg blieb die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit 314.129 nahezu konstant im Vergleich zum Vorjahr (2024: 312.105). Besonders auffällig ist der Anstieg der Verkehrstoten, der um 7,9 Prozent auf insgesamt 367 Personen stieg.

Im Polizeipräsidium Ulm selbst gab es im Jahr 2025 insgesamt 23.789 Verkehrsunfälle, was einem leichten Anstieg von 102 im Vergleich zu 2024 entspricht. Besonders bemerkenswert ist, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf 2.748 gesunken ist, während die Unfälle mit Sachschaden um 123 auf 21.041 stiegen. Auch die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle im Ulmer Bereich fiel von 39 (2024) auf 31 (2025), was auf eine positive Entwicklung hinsichtlich der Verkehrssicherheit hinweist.

Verkehrstote und Verletzte im Alb-Donau-Kreis

Im Alb-Donau-Kreis ist die Situation jedoch alarmierender. Hier stieg die Zahl der Verkehrstoten von sechs im Jahr 2024 auf zwölf im Jahr 2025. Im Stadtkreis Ulm blieben die Zahlen der Verkehrstoten in beiden Jahren konstant bei vier. Dies wirft Fragen zur Verkehrssicherheit in ländlichen Gebieten auf, wo die Hauptunfallursache außerhalb geschlossener Ortschaften überhöhte Geschwindigkeit ist. Innerhalb geschlossener Ortschaften sind es häufig Vorfahrt und Abbiegen, die zu Unfällen führen.

Die Anzahl der schwer verletzten Personen in Baden-Württemberg insgesamt sank auf 5.561. Im Polizeipräsidium Ulm wurden 522 schwer verletzte Personen erfasst, was den sechsten Rückgang in Folge darstellt. Dennoch bleibt die Verkehrssicherheit eine Herausforderung, insbesondere für junge Fahrer und ältere Verkehrsteilnehmer.

Verstöße und Ursachen

Ein weiterer besorgniserregender Trend ist der Anstieg der Unfälle unter Drogeneinfluss, der um 94 Prozent auf 60 Unfälle stieg. Im Gegensatz dazu sank die Zahl der alkoholbedingten Unfälle im Polizeipräsidium Reutlingen um 12,3 Prozent auf 405. Dies zeigt, dass trotz gesunkener Zahlen bei alkoholbedingten Unfällen die Problematik des Drogenkonsums im Straßenverkehr nicht ignoriert werden darf.

Ein bemerkenswerter Anstieg wurde auch bei E-Scooter-Unfällen verzeichnet, wo die Zahl von 23 (2021) auf 136 (2025) stieg. Dies könnte auf die zunehmende Verbreitung von Elektrokleinstfahrzeugen in städtischen Gebieten hindeuten. Ebenso stieg die Zahl der Pedelec-Unfälle auf 321, mit vier getöteten Pedelec-Fahrern, was einen Anstieg von drei Todesfällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Fazit und Ausblick

Die Verkehrsunfallstatistik bietet wichtige Erkenntnisse zur Verkehrssicherheit und dient als Grundlage für gesetzgeberische Maßnahmen, Verkehrserziehung und Infrastrukturprojekte. Die verschiedenen Unfallursachen und die Ermittlung sicherer Fahrpraktiken sind entscheidend, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Zahl der Verkehrstoten nachhaltig zu senken. Die Polizeipräsidenten empfehlen daher, Unfallschäden und Unfallstellen fotografisch festzuhalten, um eine bessere Analyse und Prävention zu ermöglichen.

Für weitere Informationen zur Verkehrssicherheit und den aktuellen Statistiken ist die umfassende Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamtes eine wertvolle Quelle.

Quellen: Schwäbische.de, Polizei Baden-Württemberg, Statistisches Bundesamt.