Die Vogelgrippe-Unsicherheit hat sich im Alb-Donau-Kreis vorerst gelegt. Wie swr.de berichtet, hat das Landratsamt Ulm die Schutzmaßnahmen rund um den Geflügelhof in Öllingen beendet. Mit der Aufhebung der Stallpflicht sowie dem Transport- und Verkaufsverbot ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Geflügelhalter in der Region getan.
Ein Blick zurück: Anfang Oktober wurde eine Überwachungszone von zehn Kilometern rund um den Öllinger Betrieb eingerichtet, nachdem dort die Vogelgrippe festgestellt wurde. Trotz der frühen Warnung gab es in der Überwachungszone keine weiteren positiven Nachweise der Krankheit. Einzig eine tote Graugans in Ehingen-Rißtissen wurde am Dienstag positiv auf das gefährliche H5N1-Virus getestet. Doch das Landratsamt schätzt das Infektionsrisiko für Geflügel im Alb-Donau-Kreis nun als niedrig ein und hat keine erneute Stallpflicht angeordnet.
Hintergründe und globale Herausforderungen
Die Vogelgrippe ist ein globales Phänomen, das besonders Wildvögel wie Kraniche betrifft. Seit Mitte Oktober 2025 sind in Deutschland mehrere tausend verendete Kraniche gemeldet worden. Diese Tiere scheinen jedoch nicht die Hauptverursacher der aktuellen Ausbrüche zu sein, sondern zeigen eher die weitreichenden Auswirkungen des Virus auf verschiedene Vogelarten. NABU warnt vor der Ansteckungsgefahr an Rastplätzen, wo sich Kraniche aufgrund ihrer großen Anzahl dem Virus aussetzen.
Das H5N1-Virus, ein behülltes Einzelstrang-RNA-Virus aus der Familie der Orthomyxoviridae, ist bekannt dafür, dass es sich von Wildvögeln auf domestiziertes Geflügel ausbreitet. Die Übertragungswege sind vielfältig, etwa durch Kot, Blut oder sogar durch Kleidung. Seit dem ersten dokumentierten Ausbruch in Schottland im Jahr 1959 hat sich das Virus weltweit über gesunde und kranke Vögel verbreitet. Viele Tierarten, einschließlich Haustiere und sogar Rindern, können betroffen sein, wobei die Sterblichkeit in solchen Fällen hoch ist. Wikipedia liefert detaillierte Informationen über Symptome, Erreger und Übertragungswege.
Ausblick und Prävention
Trotz der abnehmenden Gefahr ist Wachsamkeit weiterhin gefragt. Das Landratsamt appelliert an die Geflügelhalter im Alb-Donau-Kreis, die Biosicherheitsmaßnahmen ernst zu nehmen, um die eventuell rasche Ausbreitung des Virus zu verhindern. Langfristig sind strengere Sicherheitsstandards für die Geflügelhaltung und beim Transport von Tieren notwendig. Ein ganzjähriges Monitoring und gezielte Schulungen des Personals in Mastbetrieben könnten dazu beitragen, die gefährliche Erkrankung unter Kontrolle zu halten.
Die weltweite Lage zeigt, dass die Vogelgrippe nicht zu unterschätzen ist. Das Virus hat in den letzten Jahren seinen Weg in viele Regionen der Erde gefunden, einschließlich der Galapagos-Inseln. Mit den richtigen Maßnahmen und einer guten Überwachung gilt es, zukünftige Ausbrüche zu verhindern und den Schutz von Mensch und Tier zu gewährleisten.