Winterliche Verhältnisse machen Autofahrern in Deutschland zu schaffen, wie die jüngsten Berichte aus Ulm zeigen. In der Nacht von Sonntag auf Montag registrierte das Polizeipräsidium Ulm insgesamt 29 witterungsbedingte Unfälle in den Landkreisen Biberach, Heidenheim und Alb-Donau-Kreis. So kam es allein in Biberach zu sieben Unfällen, während Heidenheim und der Alb-Donau-Kreis mit je 11 Unfällen ebenfalls stark betroffen waren. Besonders dramatische Szenen spielten sich dabei in Heidenheim und Ulm ab, wo Fahrer durch mangelhafte Anpassung der Geschwindigkeit bei schlechten Wetterbedingungen gefährliche Situationen herbeiführten. Laut Ulm News wurden glücklicherweise niemanden ernsthaft verletzt, wenn auch teils erheblicher Sachschaden entstand.
In Biberach beispielsweise geriet ein 42-Jähriger gegen 21:15 Uhr auf einer glatten Fahrbahn zu schnell und stieß mit dem Fahrzeug einer 26-Jährigen zusammen. Ein zweiter Unfall ereignete sich in Heidenheim, als ein 21-Jähriger um 0:20 Uhr auf der A7 nach ungebremster Fahrt in die Leitplanken prallte und leicht verletzt wurde. Der Unfall verursachte einen Sachschaden von ca. 15.000 Euro. Auch in Ulm erging es einem 23-Jährigen nicht besser, der gegen 23:40 Uhr auf der A8 ins Schleudern geriet – sein Opel blieb im Bankett liegen, aber er blieb unverletzt.
Unfallzahlen im Vergleich
<pDie aktuellen Zahlen spiegeln einen übergeordneten Trend wider, der sich im vergangenen Jahr abzeichnete. Das Statistische Bundesamt stellte fest, dass die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle in Deutschland 2024 um 1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Dabei ist besonders erfreulich, dass die Zahl der Schwerverletzten um 5 % zurückgegangen ist und auch die Zahl der Verkehrstoten auf 2780 gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Toten markiert die Fortsetzung eines langfristigen Trends, der bis zur Corona-Pandemie zurückreicht, wie auch VBG berichtet.
Die Statistik für 2024 zeigt, dass in Deutschland etwa 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle registriert wurden. Obwohl die Unfälle mit Personenschäden auf einem Niveau wie 1955 verbleiben und die häufigsten Ursachen für diese Unfälle ungenügender Abstand und überhöhte Geschwindigkeit sind, bleibt es alarmierend, dass insbesondere E-Scooter und Motorräder mit einem Anstieg der Unfallzahlen rechnen müssen. Die „Vision Zero“ zielt darauf ab, bis 2050 keine Verkehrstoten mehr zu verzeichnen. Ein ehrgeiziges Ziel, das durch verbessertes Sicherheitsbewusstsein und Infrastruktur erreicht werden soll, so Statista.
Besonders im Winter erweisen sich unzureichende Fahrbedingungen als gefährlicher Fakt mit zahlreichen Unfällen, die durch Schnee und Glätte hervorgerufen werden. Daher sollten sich alle Verkehrsteilnehmenden besonders auf die veränderten Straßenverhältnisse einstellen. Wer clever fährt und sein Tempo anpasst, bleibt im Straßenverkehr in der Regel besser geschützt.