Im Herzen von Baden-Baden hat das Stadtteilzentrum Briegelacker eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Gegründet im Jahr 1995, wird das Zentrum nun 30 Jahre alt und hat sich als zuverlässige Anlaufstelle für Zugewanderte und ihre Familien etabliert. Der Ursprung des Briegelackers reicht bis in die 50er-Jahre zurück, als das Wohngebiet im französischen Militärgebiet entstand. Mittlerweile ist das Zentrum ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft, wie bnn.de berichtet.

Im Februar 1994 wurde der Gemeinderatsbeschluss zur Gründung des Stadtteilzentrums getroffen und die Caritas mit der Gemeinwesenarbeit betraut. Das Zentrum öffnete seine Türen am 11. September 1995 und hat seitdem unzählige Angebote geschaffen, um die Integration verschiedenster Nationalitäten zu fördern. „Im Jahr 2004 führten wir das Projekt ‚Kompetenzen für Schule, Beruf, Leben‘ ein, um die Bildungschancen zu erhöhen und die soziale Integration zu unterstützen“, so ein Vertreter der Caritas. Heute bietet das Zentrum nicht nur einen Kindergarten und einen Jugendtreff, sondern ist auch ein Ort der Gemeinschaft, der mit einem rollstuhlgerechten Zugang und Parkplatz problemlos für alle zugänglich ist, wie schultsteine.de hervorhebt.

Vielfältige Angebote für die Gemeinschaft

Das Stadtteilzentrum Briegelacker hat sich über die Jahre hinweg nicht nur zum ersten Anlaufpunkt für Ausländer entwickelt, sondern auch zu einem Ort, der zahlreiche Projekte fördert. Das freiwillige Engagement ist bemerkenswert, mit über 60 Ehrenamtlichen, die regelmäßig Neuankömmlingen unter die Arme greifen. Diese Unterstützung konzentriert sich oft auf Behördengänge und schulische Herausforderungen. Interessanterweise zählte das Zentrum im Jahr 2022 über 1.200 Menschen aus 35 verschiedenen Nationen als Teil seiner Gemeinschaft, darunter viele Spätaussiedler und Migranten aus ehemaligen GUS-Staaten.

Besonders hervorgehoben wird die Erfolgsgeschichte einer syrischen Familie: Der Vater hat eine Anstellung als Pharmavertreter gefunden, während die Mutter als Lungenfachärztin arbeitet. Dies zeigt eindrücklich, wie positive Integration gelingen kann, trotz der Herausforderungen, die mit dem Einleben in einem neuen Land verbunden sind. Die Integration von Zugewanderten stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, die weit über den individuellen Alltag hinausgeht und auch für zukünftige Generationen von Bedeutung ist.

Finanzierung und Unterstützung

Um den steigenden Unterstützungsbedarf zu decken, wird die finanzielle Förderung durch Spenden und Zuschüsse immer wichtiger. Derzeit arbeiten im Stadtteilzentrum nicht nur Fachkräfte, sondern auch zahlreiche Ehrenamtliche, die den sozialen Zusammenhalt stärken. Das Bedürfnis nach Integrationsangeboten ist groß, und das Zentrum hat sich als unerlässliche Einrichtung etabliert. Kulturelle, strukturelle und soziale Aspekte der Integration, wie die Entwicklung von Sprachkenntnissen und die berufliche Eingliederung, stehen im Mittelpunkt der Arbeit, um Diskriminierungserfahrungen von Migranten, die oft bei der Arbeitssuche auftreten, entgegenzuwirken.

Zudem hat die COVID-19-Pandemie zusätzliche Hürden für die Integration geschaffen, insbesondere im Bildungsbereich. Dieses Thema wird immer aktueller, besonders seit der Zunahme von ukrainischen Flüchtlingen, die besondere Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich bringen. Die OECD hebt hervor, dass insbesondere strukturelle Integration wichtig ist, damit Migranten gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Das Stadtteilzentrum Briegelacker bleibt ein leuchtendes Beispiel für gelungene Integration und erwartet auch weiterhin zahlreiche Besucher, die hier Hilfe und Unterstützung finden können. Einrichtungen wie diese sind unerlässlich, um die soziale Kohäsion und den Austausch in der Gesellschaft zu fördern und das Miteinander zu stärken.