In Baden-Baden brodelt es: Oberbürgermeister Dietmar Späth, ein bekanntes Gesicht in der Stadt, ist seit August wegen gesundheitlicher Probleme außer Dienst. Der 62-Jährige hat nun, nach ärztlichem Rat, einen Antrag auf Dienstunfähigkeit beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht. Dies wurde von seinem Anwalt bestätigt, wie SWR berichtet. Die Behörde prüft, ob eine dauerhafte Dienstunfähigkeit vorliegt, jedoch bleibt der Zeitraum dieser Prüfung ungewiss.

Während Späth sich in ambulanter Behandlung befindet, teilen sich der Erste Bürgermeister Alexander Wieland und Bürgermeister Tobias Krammerbauer vorübergehend seine Aufgaben. Die Stadtverwaltung kann derweil jedoch keine Auskünfte darüber geben, wann eine Entscheidung über Späths Dienstunfähigkeit gefällt wird. Diese Ungewissheit bringt auch Unruhe in den Gemeinderat, wo ein klarer Führungsstil gefordert wird.

Überlastet durch öffentliche Anfeindungen

Die Situation für den Oberbürgermeister ist zusätzlich durch öffentliche Anfeindungen belastet worden. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf einem Streit, der ihm mit einer Frau aus dem Rotlichtmilieu entstanden ist. Sie hat ihn im Internet beleidigt, und ein juristisches Ende ist noch nicht in Sicht. Außerdem wird Späth durch die Haushaltskrise in Baden-Baden in Mitleidenschaft gezogen, was die Lage nicht einfacher macht. Die Fraktionen im Gemeinderat fordern drängend Klarheit über die Zukunft des Oberbürgermeisters, denn die Stadt braucht eine starke Führung.

Ein weiterer Faktor, der zu Späths derzeitiger Belastung beiträgt, ist ein Autounfall, in den er verwickelt war. Seine Blutalkoholkonzentration war bei diesem Vorfall mit 1,5 Promille deutlich über dem erlaubten Limit. Dies könnte weitere Fragen zur Eignung für sein Amt aufwerfen, auch wenn er aktuell versuchen muss, sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren.

Gesundheitliche Perspektiven

Für das kommende Jahr sind weitere stationäre Behandlungen für Späth geplant. Bis eine rechtskräftige Entscheidung über seine Dienstunfähigkeit getroffen wird, können keine Neuwahlen eingeleitet werden. Baden-Baden und seine Bürger müssen daher weiterhin auf eine Klärung warten. Die Situation ist angespannt, und viele hoffen, dass bald eine Lösung gefunden wird, um die Stadt auf einen stabilen Kurs zu bringen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese situationelle Belastung und die gesundheitlichen Herausforderungen von Dietmar Späth auf die Stadtverwaltung und die kommende Zeit auswirken werden. Die Möglichkeiten für die Stadt und ihre Bewohner sind in dieser ungewissen Lage von großer Bedeutung.