Heute ist der 1.03.2026 und die Schachbundesliga zeigt sich von ihrer spannendsten Seite. Am vergangenen Doppelspieltag konnten die drei Topteams der Liga, Viernheim, Baden-Baden und Wolfhagen, jeweils zwei Siege verbuchen. Dies sorgt für ein aufregendes Rennen an der Tabellenspitze, wobei Viernheim als Tabellenführer ohne ihren Spitzenbrettspieler Nodirbek Abdusattorov antreten musste, der in Prag beschäftigt war. Trotz dieser Abwesenheit gelang es Viernheim, SK Kirchweyhe zu besiegen, wobei Shakhriyar Mamedyarov den entscheidenden Punkt sicherte.
In einem weiteren packenden Duell führte Baden-Baden zunächst gegen Deizisau, nachdem Dmitrij Kollars gegen Richard Rapport gewonnen hatte. Doch Rustam Kasimdzhanov konnte den Gleichstand für Baden-Baden wiederherstellen, sodass die Partie letztlich 4:4 endete. Diese Punkteteilung könnte für Baden-Baden entscheidend sein, da Wolfhagen Werder Bremen mit 6,5:1,5 besiegte und den Abstand auf Baden-Baden verkürzte. Der FC Bayern München festigte unterdessen seinen Tabellenplatz durch einen Sieg gegen einen Abstiegsrivalen aus Berlin, während St. Pauli mit einem klaren 6:2-Sieg gegen SG Solingen auf Rang 5 sprang. Auch der Deggendorfer SC konnte durch zwei Siege seinen Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern.
Die zentrale Endrunde in Deggendorf
Die Aufregung in der Schachbundesliga wird sich am kommenden Wochenende weiter steigern, wenn die zentrale Endrunde der Schachbundesliga und der Frauenbundesliga in Deggendorf stattfindet. Diese Veranstaltung ist besonders, da die letzten drei Bundesligarunden gemeinsam ausgetragen werden – eine Premiere seit 2018, als das Event zuletzt in Berlin stattfand. Alle Partien werden live im Internet übertragen, beispielsweise auf Plattformen wie Chess.com, Lichess und Chessbase.
Der Ausrichter SC Deggendorf feiert zudem sein 100-jähriges Jubiläum, was diesem Ereignis eine besondere Note verleiht. In der Frauenbundesliga führt der SC Bad Königshofen mit einem starken Punktestand von 13-1, gefolgt von OSG Baden-Baden mit 11-3 Punkten. Titelverteidiger Schwäbisch Hall kämpft um einen Platz unter den Top 3 und trifft auf Deizisau, Bayern München und schließlich auf Baden-Baden. Letztere könnte jedoch ohne ihre indischen Spielerinnen antreten, die beim Grand Prix in Indien sind, und wird voraussichtlich mit deutschen Nationalspielerinnen an den Start gehen.
Abstiegskampf in der Frauenbundesliga
Der Abstiegskampf in der Frauenbundesliga ist ebenfalls spannend, mit Dippoldiswalde, Löberitz, München und Hemer, die alle in der Gefahrenzone sind. In der Schachbundesliga führt Düsseldorf mit 3 Punkten Vorsprung vor Viernheim und wird voraussichtlich mit seinen Starspielern antreten, darunter die indischen Talente Gukesh und Praggnanandhaa. Kiel hingegen ist bereits als erster Absteiger festgelegt, während die anderen zwei Absteiger noch ungewiss bleiben.
Ein weiteres Highlight ist der Franz-Jittenmeier-Gedächtnispreis, der seit der Saison 2013/14 für die beste Spielerin und U23-Spielerin in der Frauenbundesliga vergeben wird. Die Preisträgerinnen erhalten beeindruckende Originalgraphiken der Künstlerin Elke Rehder. Aktuell stehen Karina Cyfka aus Bad Königshofen und Eline Roebers aus Hamburg hoch im Kurs für diese Auszeichnung.
Die Entwicklungen in der Schachbundesliga und der Frauenbundesliga versprechen spannende und mitreißende Partien, die nicht nur die Tabellenstände beeinflussen, sondern auch die Schachgemeinschaft in Deutschland weiter zusammenbringen. Die kommenden Tage in Deggendorf werden sicherlich einige Überraschungen bereithalten.