Baden-Baden steht im Zeichen der Stichwahl! Am 22. März 2026 geht es für die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Stadt um die Entscheidung für die Rathausspitze. Nach der ersten Runde am 9. März, wo die acht Kandidaten keine absolute Mehrheit erzielen konnten, stehen nun Thomas Jung und Lencke Wischhusen in den Startlöchern. Thomas Jung, ein ehemaliger SWR3-Chef und Medienmanager, erreichte 37 Prozent der Stimmen, während die Industriekauffrau Lencke Wischhusen auf 31,4 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,6 Prozent – ein Indiz dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger durchaus am Puls der Zeit sind und interessiert verfolgen, was in ihrer Stadt passiert.

Ein interessanter Aspekt der bevorstehenden Stichwahl ist der Fokus auf die Stadtteile. Rund 33.000 der insgesamt über 41.000 Wahlberechtigten leben in zehn teils ländlich geprägten Stadtteilen, was die Kandidaten dazu zwingt, ihre Strategien anzupassen und gezielt auf die Bedürfnisse dieser Bezirke einzugehen. Während Jung in der Innenstadt 40 Prozent der Stimmen sichern konnte, erzielte Wischhusen dort 29 Prozent. Im Gegensatz dazu konnte Wischhusen in vier Stadtteilen die meisten Stimmen gewinnen. In mehreren anderen Stadtteilen lag sie Jung nur knapp hinterher, was die Vorfreude auf den nächsten Wahlkampf nicht mindert.

Der Hintergrund der Wahl

Die Stichwahl wurde notwendig, da der bisherige Oberbürgermeister Dietmar Späth aufgrund von Dienstunfähigkeit ausscheiden musste. Späths reguläre Amtszeit wäre noch bis 2030 gegangen. Dies gibt den wahlberechtigten Bürgern die Möglichkeit, eine frische Perspektive in die Stadtverwaltung zu bringen. Beide Kandidaten haben ihre Wurzeln in Baden-Baden und wollen die Stadt zukunftsfähig gestalten.

Die anstehende Wahl verspricht besonders spannend zu werden, da Wischhusen in den Stadtteilen stark ist, während Jung sich in der Innenstadt bestens behaupten konnte. Diese duale Power könnte das Wahlergebnis auf unerwartete Weise beeinflussen. Da die Stimmen aus den ländlichen Stadtteilen einen beträchtlichen Einfluss auf den Ausgang der Wahl haben könnten, wird die Strategie der Kandidaten entscheidend sein.

Für die Baden-Badener bedeutet dies, dass sie ihre Stimme mit Bedacht abgeben sollten, um die Weichen für die Zukunft der Stadt richtig zu stellen. Wer am Ende die Wahl für sich entscheiden kann, bleibt abzuwarten, jedoch steht eines fest: die Bürger sind gefordert, ihren Teil zur Gestaltung ihrer Stadt beizutragen. Staatsanzeiger und Wochenblatt Reporter berichten bereits intensiv über die spannenden Entwicklungen rund um die Oberbürgermeisterwahl in Baden-Baden.