Der Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters in Baden-Baden nimmt spürbar Fahrt auf. Thomas Jung, der sich um die Nachfolge von Mike Brandau bewirbt, hat am 9. Februar 2026 seinen Auftritt im „Haus Reichert“ an der Flaniermeile um die Fieser-Brücke gestartet. Damit bringt er frischen Wind in den Wahlkampf, der sich bislang als vornehmer gestaltet als der turbulentere Wahlkampf von 2022, als Brandau für Aufsehen sorgte und bunte Ballons ins Rathaus brachte. Damals sorgten auch Playmates beim Playboy-Ball für Aufregung, doch diesmal setzt Jung auf einen anspruchsvolleren Auftritt, der an Dietmar Späths Auftritt im gleichen Ladengeschäft erinnert, wenngleich Jung stiltechnisch eine andere Liga spielt.

Jung bringt eine einzigartige Perspektive mit, denn er lebt seit 28 Jahren in Baden-Baden, genauer gesagt in der Weststadt, und weiß genau, was die Bürger von ihrer Stadt und ihren zukünftigen politischen Entscheidungsträgern erwarten. Der Chef von SWR3 hat sich bereits mit dem New Pop Festival in die Stadt und die Region eingelassen, und dies ist nur ein Teil seiner Vision für die Zukunft von Baden-Baden. Er möchte seine Erfahrung in die Stadtentwicklung einbringen und sowohl der Kernstadt als auch den Ortsteilen wie Rebland und Ebersteinburg gerecht werden.

Ein Appell an die Wähler

In seinen Reden betont Thomas Jung, wie wichtig ihm ein Miteinander ist und dass er sich für eine positive Zukunft einsetzen möchte. Er weiß, dass die Bürger klare Antworten, Verlässlichkeit und Sicherheit erwarten. „Ich erkenne die Stärken unserer Stadt und will mit sicherem Händchen und einem frischen Wind bei der Stadtentwicklung dabei sein“, so Jung auf seiner Webseite.

Derzeit sind die wahlberechtigten Bürger eingeladen, an der Wahl teilzunehmen. Bei der kommenden Kommunalwahl, die auch die Kreistags- und Ortschaftswahlen umfasst, können alle Deutschen und EU-Bürger:innen, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde wohnen, ihr Kreuz machen. Wohnungslose mit gewöhnlichem Aufenthalt in einer Gemeinde fallen ebenfalls unter die Wählerschaft. So haben alle eine Stimme und die Möglichkeit, aktiv am politischen Geschehen ihrer Stadt teilzuhaben, wie landespolitik-bw.de berichtet.

Es bleibt spannend, ob Thomas Jung mit seiner neuen Strategie und dem modernen Auftritt in der Öffentlichkeit die Wähler überzeugen kann – Baden-Baden schaut auf die Flaniermeile und die Wahl, die eine neue Ära einläuten könnte.