Ab dem 1. November 2025 wird es in Toronto, Kanada, eine neue Wirtschaftsrepräsentanz aus Baden-Württemberg geben. Wie baden-wuerttemberg.de berichtet, steht diese Initiative unter der Leitung der Deutsch-Kanadischen Industrie- und Handelskammer (AHK Kanada) und soll zunächst für zwei Jahre in Betrieb sein. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sieht in Kanada einen zentralen Partner für die baden-württembergische Wirtschaft, insbesondere in technologischen und strategischen Belangen.
Die Wirtschaftsrepräsentanz hat das Ziel, baden-württembergische Unternehmen beim Einstieg in den kanadischen Markt sowie bei der Diversifizierung von Absatzmärkten und Innovationskooperationen unter die Arme zu greifen. Gleichzeitig soll sie kanadischen Firmen den Zugang zum innovationsstarken Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg erleichtern.
Wichtiger Partner für die Zukunft
K Kanada wird als strategischer Partner in zukunftsorientierten Bereichen wie Wasserstoff, CleanTech und Hochtechnologien hervorgehoben. Diese Bereiche sind nicht nur für die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen von Bedeutung, sondern auch für die zukünftige Entwicklung von Industrie und Technologie. Die Präsenz in Toronto soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs weiter stärken und die Region als verlässlichen Handelspartner positionieren.
Die lange Tradition baden-württembergischer Unternehmen im Export zeigt sich schon in den beeindruckenden Zahlen: Rund 42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Region entfallen auf den Außenhandel. bw-weltweit.de ordnet die Wirtschaftsrepräsentanz in das umfassendere Netzwerk der Auslandsbüros ein, die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus konzipiert werden, um Unternehmen bei ihrer Internationalisierung zu unterstützen.
Kanada selbst entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Akteur im globalen Handel, insbesondere als Lieferant kritischer Rohstoffe. Die wirtschaftlichen Zentren Ontario und Québec bieten eine Vielzahl von Wachstumschancen für Unternehmen aus Baden-Württemberg, was die Reise von Ministerin Hoffmeister-Kraut im Oktober 2023 mit über 50 teilnehmenden Unternehmern auf eindrucksvolle Weise unterstrich.
Neuer Wind durch neue Führung
Die Leitung der neuen Wirtschaftsrepräsentanz wird Yvonne Denz übernehmen, während Leander Andac als Innovationsscout fungieren wird. Beide bringen umfangreiche Erfahrung mit, um die Interessen baden-württembergischer Unternehmen in Kanada zu vertreten und den bilateralen Austausch zu fördern.
Mit dieser Initiative möchte Baden-Württemberg den bereits bestehenden Aktivitäten im Bereich Wasserstoff, wie der H2-Allianz, eine neue Dimension hinzufügen. Kanada gilt als ein Land mit hoher Innovationskraft, das für seine Offenheit und wirtschaftliche Stabilität bekannt ist. Das neue Büro in Toronto könnte der Schlüssel sein für eine enge Zusammenarbeit, von der letztlich beide Seiten, sowohl Baden-Württemberg als auch Kanada, profitieren werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Eröffnung dieser Repräsentanz eine spannende Entwicklung für die baden-württembergische Wirtschaft darstellt. Die Verbindung zu einem so dynamischen und stabilen Markt wie Kanada verspricht nicht nur neue Geschäfte, sondern auch viele Möglichkeiten fürInnovation und Kooperation in der Zukunft.