Baden-Württemberg investiert 3 Millionen Euro in Klimatechnologien!
Baden-Württemberg fördert mit 3 Millionen Euro Technologien zur CO2-Entfernung und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit in der EU.

Baden-Württemberg investiert 3 Millionen Euro in Klimatechnologien!
In einer neuesten Initiative hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg die Förderung innovativer Projekte angekündigt, die auf nachhaltige Technologien abzielen. Konkret geht es um die Projekte „DACscale“ und „HyReference“, die am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) mit einer Summe von rund drei Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt werden. Diese Förderung könnte sich als wegweisend erweisen, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Klimaziele in der Europäischen Union zu stärken. Baden-Württemberg erhält in der aktuellen Förderperiode bis 2027 etwa 279 Millionen Euro aus dem EFRE, wie baden-wuerttemberg.de berichtet.
Doch was steckt hinter diesen Projekten? Das ZSW ist in der Forschung zu Direct Air Capture (DAC) und Elektrolysetechnologien führend. Im Rahmen von „DACscale“ soll die DAC-Technologie, die es ermöglicht, CO2 direkt aus der Atmosphäre zu entfernen, massentauglich gemacht werden. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei die großangelegte Anlage „DAC-10“, die bereits zu den größten ihrer Art in Deutschland zählt. Diese wird im Zuge des Projektes weiter optimiert und einem Probebetrieb unterzogen. Die Notwendigkeit, Kohlenstoff aus der Luft zu entfernen, wird weltweit immer dringlicher, besonders im Hinblick auf die Klimaziele und das Pariser Abkommen, wie equinor.com unterstreicht.
Strategische Technologien im Fokus
Das Projekt „HyReference“ hingegen zielt darauf ab, den Zugang zum Markt für die Elektrolyseindustrie zu erleichtern. Hierbei wird ein bestehendes Elektrolysesystem in eine praxisnahe Betriebsumgebung integriert, die über einen Zeitraum von etwa 15 Monaten am ZSW-Standort Ulm betrieben wird. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Elektrolyseindustrie zu erhöhen. Auch die Forschungsstrategie des Landes unterstützt diese Vorhaben, um Innovationen und Klimaschutztechnologien voranzutreiben.
Die Initiative ist Teil des von der EU im März 2024 ins Leben gerufenen Programms „Strategische Technologien für Europa“ (STEP), das kritische und aufstrebende Technologien fördern soll. Der Fokus liegt vor allem auf der Entwicklung und Etablierung dieser Technologien, die für die Erreichung der Klimaziele von entscheidender Bedeutung sind. Was bedeutet das konkret für die Industrie? Ein flüssigkeitsbasierter Ansatz bei DAC kann vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben werden, wodurch sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile entstehen. In der Frühphase konnten bereits Testergebnisse erzielt werden, die die Erwartungen übertreffen, wie die Berichte von Equinor zeigen.
Fazit und Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Förderung dieser Projekte nicht nur zur Stärkung des Innovationsstandortes Baden-Württemberg beiträgt, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimaneutralen Zukunft darstellt. Das Engagement des ZSW und die Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Technologieentwicklern könnten genau der Schlüssel sein, um die Herausforderungen der Klimakrise erfolgreich zu bewältigen. Wenn alles gut geht, dürfen wir gespannt sein auf die Fortschritte, die die Projekte „DACscale“ und „HyReference“ in den kommenden Jahren bringen werden – denn hier steht nicht nur die Zukunft programmatisch, sondern auch unser aller Verantwortung für einen lebenswerten Planeten auf dem Spiel.