Am 14. Januar 2026 schaffen die Kommunen in Baden-Württemberg einen bedeutenden Schritt für den Klimaschutz. Eine neue Initiative sieht die Einführung einer Klimamilliarde vor, die über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Summe von 1 Milliarde Euro für Klimaschutz und Klimaanpassung bereitstellt. Damit sollen nicht nur Böden entsiegelt und Flächen begrünt werden, sondern auch die Pflanzung von einer Vielzahl Stadtbäume gefördert werden. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Bürger*innen besser gegen Starkregen und Hitzewellen zu schützen und gleichzeitig die Lebensqualität in den Städten zu verbessern, berichtet die Grüne.
Ein weiteres Herzstück der Initiative ist die Stärkung der Bürgerenergie. Es wird angestrebt, dass Menschen vor Ort von der Energiewende profitieren, beispielsweise durch den Bau von Windkraftanlagen. Gleichzeitig soll mit einem klaren Fokus auf Innovation und der Schaffung von Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg eine rasche Transformation in der Wirtschaft gelingen. Zu den konkreten Maßnahmen zählen der Ausbau von Schnellladesäulen, die Einführung fairer Preise sowie die Erprobung autonomer Shuttles.
GreenTech-Startups im Aufwind
Inmitten dieser Entwicklungen zeigt sich auch eine dynamische Gründerszene im Bereich GreenTech. In Deutschland sind mittlerweile rund 3.000 Startups aktiv, die mit modernsten Technologien die grüne Transformation vorantreiben. In den vergangenen fünf Jahren sind etwa 11,7 Milliarden Euro in diesen Sektor geflossen, was knapp einem Viertel aller Startup-Investitionen in Deutschland entspricht, wie die Startup-Verband berichtet. Dabei entfallen 26% dieser Startups auf den Energiesektor, während auch andere Sektoren wie Industrie und Software stark vertreten sind.
Besonders bemerkenswert ist, dass 36% der GreenTech-Startups eigene Patente halten. Diese Innovationskraft verdeutlicht das große Potenzial, das in der Branche steckt. Trotz dieser vielversprechenden Anzeichen ist jedoch festzustellen, dass die Zahl der Neugründungen in den letzten drei Jahren gesunken ist. Dies wird auf wirtschaftliche Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen zurückgeführt, die sich negativ auf die Finanzierung auswirken.
SET100-Liste belohnt Innovationen
Um das Potenzial der besten Startups zu würdigen, wurde die SET100-Liste veröffentlicht. Diese umfasst die 100 vielversprechendsten Unternehmen im Bereich der Energiewende und Climate Tech weltweit und wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Kooperation mit dem Weltenergierat organisiert. Am 18. März 2025 werden 15 dieser Startups beim SET Tech Festival ihre Lösungen präsentieren. Die internationale Jury hat die Finalisten aus über 350 Bewerbungen aus 68 Ländern ausgewählt, wie die dena berichtet.
Die Initiative, die 2016 ins Leben gerufen wurde, fördert nicht nur Innovationen, sondern bietet auch eine Plattform für den Austausch zwischen den Startups. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Technologien geleistet und die Möglichkeit geschaffen, aktuelle Herausforderungen in der Energie- und Klimapolitik anzupacken.
Diese vielfältigen Maßnahmen dämmen nicht nur den Klimawandel, sondern fördern auch innovative Ansätze und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft. In Baden-Württemberg und darüber hinaus liegt der Fokus auf einer grünen Zukunft, in der alle Bürger*innen aktiv mitwirken können.





