Am heutigen Tag, dem 23. November 2025, gab es bedeutende Veränderungen an der Spitze des DRK-Kreisverbands Böblingen. Hans Dieter Scheerer, der als FDP-Landtagsabgeordneter aus Weil der Stadt bekannt ist, tritt die Präsidentschaft des Verbandes an. In einer feierlichen Zusammenkunft wurde auch Jasmina Hostert, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Böblingen, zur Vizepräsidentin gewählt. Die neuen Verantwortlichkeiten sind mit großen Herausforderungen verbunden, die in den letzten Monaten besonders sichtbar geworden sind.
Das Augenmerk der neuen Führung liegt nicht nur auf der täglichen Arbeit, sondern auch auf der Zukunft des ehrenamtlichen Engagements. Michael Steindorfner, der langjährige Präsident, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und fordert mehr Anerkennung für die Arbeit der fleißigen Helfer von der Politik. Diese Forderung wird durch die entscheidenden Gespräche unterstrichen, die letzte Woche zwischen den CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Matthias Miller sowie weiteren Vertretern des DRK stattfanden. Themen wie der Neubau von Rettungswachen und die Verkürzung der Hilfsfristen standen dabei im Mittelpunkt, wie sabine-kurtz.de berichtet.
Einsatz der Ehrenamtlichen
Die Bedeutung des Ehrenamts kann nicht genug gewürdigt werden. Rund 16,9 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich derzeit in freiwilligen Tätigkeiten für das Gemeinwohl, wie statista.com feststellt. Diese Menschen bilden das Rückgrat von Organisationen wie dem DRK, die während der Corona-Pandemie besonders stark gefordert waren. Ihre Unterstützung beim Testen und Impfen war unverzichtbar und hat das Gemeinschaftsgefühl in Zeiten der Krise gestärkt.
Die neue Leitung des DRK-Kreisverbands plant, auf diesem engagierten Fundament aufzubauen. Jasmina Hostert unterstreicht die Notwendigkeit, die Wertschätzung für diese wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeiten in konkrete Taten umzusetzen. Bei dem Austausch im Rettungszentrum auf dem Flugfeld wurde auch der Wunsch nach einer Ehrenamtskarte angesprochen, die im Koalitionsvertrag festgehalten wurde. Dies könnte einen шаг in die
richtige Richtung sein, um den Ehrenamtlichen die Anerkennung zuteilwerden zu lassen, die sie verdienen.
Finanzielle Unterstützung und künftige Herausforderungen
Ein weiteres wichtiges Thema während der Gespräche war die finanzielle Unterstützung für die Rettungsdienste. Geschäftsführer Wolfgang Hesl betonte die Notwendigkeit, die Hilfsfristen durch entsprechende Investitionen des Landes einzuhalten und sogar zu verkürzen. Der Anstieg der Investitionsmittel im Bereich des Rettungsdienstes ist ein positives Signal. Matthias Miller informierte über die Aufstockung dieser Mittel von fünf Millionen Euro auf über 30 Millionen Euro.
Die Herausforderungen bleiben jedoch groß, insbesondere der Neubau und die Sanierung von Rettungswachen, besonders in Herrenberg, wurden thematisiert. Die Unterschiede in der Finanzierung der Rettungsdienste im europäischen und nationalen Vergleich verdeutlichen die Notwendigkeit einer strukturierten Lösung, die sowohl die ehrenamtlichen Helfer als auch die breite Öffentlichkeit auf eine zukunftsorientierte Basis stellt.
Insgesamt wird deutlich, dass mit dem Wechsel an der Spitze des DRK-Kreisverbands Böblingen nicht nur ein neues Kapitel beginnt, sondern auch die Chance besteht, die Sichtbarkeit und Anerkennung von Ehrenamtlichen deutlich zu erhöhen. Der Weg wird nicht einfach sein, doch mit einem engagierten Team an der Spitze und dem Rückhalt der Bevölkerung ist viel möglich.