Vor 100 Jahren begann die Geschichte der Schreinerei Burgbacher in Langenbrand, die mittlerweile in der vierten Generation erfolgreich weitergeführt wird. Die Anfänge der Tradition reichen bis ins Jahr 1924 zurück, als Christian Burgbacher in Bieselsberg seinen Stall in eine Werkstatt umbaute. Nur ein Jahr später, 1925, gründete er zusammen mit seiner Frau Emma die Schreinerei, die seitdem ununterbrochen besteht. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Unternehmen mehrere Male verlagert und erweitert, zuletzt 1980, als die Werkstatt auf stolze 700 m² anwuchs und das Lager auf 300 m² vergrößert wurde. Auch technische Fortschritte wurden nicht ausgespart, so prägt die Schreinerei heute innovative Designs und hochwertige Badsanierungen, die nicht nur regional, sondern auch international gefragt sind, wie die Aufträge aus Amerika 2022 beweisen.

Aktuell sind Miriam Hiesch und Raphael Burgbacher an der Spitze des Unternehmens, das sie seit 2018 leiten. Sie haben viel Wert auf Modernisierung und Erweiterung gelegt. Im Jahr 2025 investierten die Geschwister in die Generalsanierung von 300 m² im Untergeschoss. Der neu geschaffene Schauraum mit fünf Musterkojen für Badsanierungen zeigt, dass das Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich den neuen Herausforderungen stellt. Mit dieser Anpassung wurde Badsanierung zu einem neuen Geschäftsmodell, in enger Kooperation mit der Schweizer Firma Viterma.

Die Entwicklung der Schreinerei Burgbacher

Ein Blick auf die Geschichte der Schreinerei zeigt, dass es in der Familie Burgbacher stets ein gutes Händchen für handwerkliche Qualität gab. 1954 übernahmen Ilse und Erich Burgbacher die Leitung und setzten diese erfolgreiche Tradition fort. 1957 zog die Firma nach Langenbrand um, wo das Unternehmen weiterhin florierte. Ende der 2000er Jahre stellte sich jedoch eine Krise ein, die durch ausbleibende Aufträge geprägt war. Doch Raphael Burgbacher, der 2012 in die Schreinerei eintrat und 2017 seinen Meisterbrief erhielt, konnte zusammen mit seiner Schwester die Wende einleiten und der Schreinerei neuen Schwung verleihen.

Interessanterweise stieg die Mitarbeiterzahl seit 2018 von vier auf 13, darunter vier Auszubildende. Das zeigt, dass die Schreinerei nicht nur Tradition pflegt, sondern auch in die Zukunft investiert. Ein besonderer Punkt ist auch der Beitrag von Roland Mairhofer, der seit über 40 Jahren im Unternehmen tätig ist und seine Lehre dort absolvierte. Dies spricht für die Bindung und Loyalität, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern entgegenbringt.

Die Zukunft im Zeichen der Nachfolge

Die Übergabe an die vierte Generation verlief reibungslos, was vor allem dem Vertrauen des Vaters in seine Kinder zu verdanken ist. In Deutschland sind mehr als 50.000 Familienunternehmen zur Übergabe anstehenden, wie aktuelle Statistiken zeigen. Diese Unternehmensnachfolge ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der Wirtschaft. In diesem Kontext wird die Schreinerei Burgbacher zum Beispiel durch die erfolgreiche Übergabe und moderne Ausrichtung zu einem Vorbild für andere Familienunternehmen.

Unternehmen wie die Schreinerei Burgbacher zeigen, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Burgbachers in den kommenden Jahren weiterentwickeln und ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fortsetzen werden.