DNA-Pionier James Watson stirbt im Alter von 97 Jahren – ein Vermächtnis!
James Watson, Mitentdecker der DNA-Struktur, starb am 7. November 2025 im Alter von 97 Jahren auf Long Island, New York.

DNA-Pionier James Watson stirbt im Alter von 97 Jahren – ein Vermächtnis!
James Watson, der bekannte US-Wissenschaftler und Mit-Entdecker der DNA-Struktur, ist am 7. November 2025 im Alter von 97 Jahren verstorben. Der Tod des legendären Forschers wurde durch das Cold Spring Harbor Laboratory auf Long Island, New York, bekannt gegeben, wo Watson viele Jahre tätig war. Laut Schwarzwälder Bote haben Watson und sein Kollege Francis Crick in den 1950er Jahren die Struktur der DNA als Doppelhelix entschlüsselt, eine Entdeckung, die bis heute hohe Wellen schlägt und als Meilenstein in der Wissenschaftsgeschichte gilt.
Die ursprüngliche Beschreibung der Doppelhelix-Struktur wurde im April 1953 in einem bahnbrechenden Artikel veröffentlicht, der die Wissenschaftswelt revolutionierte. Watson hatte dabei erst im zarten Alter von 24 Jahren an diesem großartigen Durchbruch mitgewirkt. Zusammen mit Crick und Maurice Wilkins wurde Watson 1962 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet, eine Ehrung, die die immense Bedeutung ihrer Arbeit unterstreicht, die die Grundlage für die moderne Gentechnik legte. Laut Die Zeit beschäftigte er sich auch mit weiteren Themen der Biologie, veröffentlichte einflussreiche Lehrbücher und verfasste eine Autobiografie, die sein Lebenswerk reflektiert.
Ein umstrittener Weg
Watsons Lebensweg war jedoch nicht ohne Kontroversen. Im Jahr 2007 äußerte er rassistische Ansichten, wonach Schwarze weniger intelligent seien als Weiße. Diese Äußerungen führten zu öffentlicher Empörung und hatten einschneidende Folgen für seine Karriere. Er trat daraufhin von seiner Position als Kanzler des Cold Spring Harbor Laboratory zurück, und das Labor beendete alle bestehenden Verbindungen zu ihm, wie der Schwarzwälder Bote berichtet. Watsons Rückzug aus der Öffentlichkeit dauerte bis zu seinem Tod an.
Geboren in Chicago, hinterlässt Watson eine bedeutende Hinterlassenschaft in der Wissenschaft. Trotz seiner umstrittenen Ansichten vor Ende seiner Karriere bleibt sein Beitrag zur Biologie unverkennbar. In einer Zeit, in der Wissenschaftler oft im Rampenlicht stehen, wird sein Werk sowohl bewundert als auch kritisch betrachtet.
Watson war verheiratet und hatte zwei Kinder, die ihn in seinen letzten Jahren begleiteten. Sein Lebenswerk und die Spuren, die er hinterlässt, sind sowohl eine Feier von Entdeckung als auch eine Mahnung, wie wichtig verantwortungsbewusstes Handeln und Denken in der Wissenschaft sind. Dass eine solche Person, die die Natur des Lebens entschlüsselt hat, letztlich aber auch Kontroversen ausgelöst hat, wirft Fragen auf, die weit über die Grenzen der Wissenschaft hinausgehen.