Nagold wagt einen großen Schritt in die Zukunft, während es gleichzeitig die Wurzeln seiner Geschichte bewahrt. Mit einer Investition von 3,2 Millionen Euro wird die Stadt ein ehemaliges Notariatsgebäude in eine Betriebsstätte für die Stadtwerke umwandeln. Der Beschluss dazu wurde in einer Sitzung des Gemeinderats gefasst, und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Am 11.11.2025 stehen die Zeichen auf Veränderung, während die Stadtwerke sich in der historischen Jugendstilvilla niederlassen wollen.

Die Jugendstilvilla, die 1910 erbaut wurde, ist mehr als nur ein Gebäude; sie ist ein Stück Nagolder Geschichte. Das gesamte Projekt zielt darauf ab, die ursprüngliche Raumstruktur und die historischen Elemente, wie Treppen, Parkettböden und Verglasungen, möglichst zu bewahren. “Hier soll nicht nur gearbeitet, sondern auch ein Stück Tradition weitergetragen werden,” so ein Mitglied des Gemeinderats.

Sanierungsmaßnahmen im Detail

Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist notwendig, da der Zustand des Hauses nicht mehr den heutigen Anforderungen genügt. Die Baukosten treten nicht ungeplant ein, denn durch die Reduzierung von Maßnahmen soll das Budget möglichst eingehalten werden. Die Schätzungen belaufen sich auf 3,17 Millionen Euro für die Sanierungsarbeiten, zuzüglich etwa 180.000 Euro für Rückbau- und Abbrucharbeiten. Minimal Änderungen der Grundrisse sind dazu vorgesehen, und auch energetische Maßnahmen werden zusammen mit der historischen Erhaltung durchgeführt.

Bei den anstehenden Arbeiten wird darauf geachtet, dass wichtige Elemente wie die Dachkonstruktion und Gauben entsprechend saniert werden. So enspricht das Vorgehen den Anforderungen des Denkmalschutzes, egal, wie knifflig die Gegebenheiten auch sein mögen. Als gutes Beispiel für solche Maßnahmen ist die Sanierung eines anderen historischen Gebäudes, bei dem die alte Raumstruktur und originale Verglasungen intensiv erhalten werden konnten—hier wurde ein echtes gutes Händchen bewiesen, wie DABonline beschreibt.

Zukünftige Pläne

Die Fertigstellung des Projekts ist für 2027 geplant, was einen weiteren bedeutenden Schritt ins neue Jahrtausend für die Stadt darstellen wird. Schon diesen Monat wird mit der Baugenehmigung gerechnet, und die ersten Ausschreibungen sollen im Mai 2024 stattfinden. Die Arbeiten zum Rückbau und Ausräumen sind für den Sommer 2026 eingeplant. Damit ist nicht nur die Erhaltung eines Denkmalgeschützten Gebäudes gesichert, sondern auch die Schaffung eines modernen Arbeitsplatzes. Ein echtes Beispiel dafür, wie Tradition und Moderne miteinander harmonieren können, während Nagold auf eine spannende Zukunft blickt.

Die Villa blickt auf eine interessante Vergangenheit zurück: Ursprünglich wurde sie als Wohnhaus für Sanitätsrat Dr. Fricker erbaut, bevor sie 1976 zum Notariat umgebaut wurde. Nun dürfen wir alle gespannt beobachten, wie dieses Stück Geschichte in neuem Glanz erstrahlen und gleichzeitig der Stadt zugutekommen wird.