In einer eindrucksvollen Zeremonie hat die DRK Bergwacht Württemberg kürzlich vier hochmoderne Bergrettungsfahrzeuge in Betrieb genommen. Diese neuen Fahrzeuge, die bei den Bergwachten in Aalen, Bad Urach, Heidenheim und Ravensburg eingesetzt werden, sollen die Einsatzfähigkeit der Rettungskräfte in unwegsamem Gelände enorm steigern. Die Schlüsselübergabe fand auf der KFZ Geländelehrbahn des Truppenübungsplatzes Heuberg in Stetten a.k.M. statt.
Thomas Blenke, Staatssekretär im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, überreichte feierlich die Fahrzeugschlüssel. Bemerkenswert ist, dass die Beschaffung der neuen Fahrzeuge zu 90 Prozent durch Mittel des Landes Baden-Württemberg gefördert wurde.
Einblick in die Fahrzeuge
Die neuen Fahrzeuge sind eine bedeutende Investition für die Bergrettung. Mit einem VW T6.1, einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.200 kg und einem leistungsstarken 150 PS Dieselmotor sind sie bestens ausgestattet für die Herausforderungen im Gebirge. Zudem verfügen sie über innovative Merkmale wie ein erhöhtes Fahrwerk, eine Luftstandheizung und ein modernes Funk- und Sondersignalsystem. Jedes der Fahrzeuge hat einen Preis von etwa 130.000 Euro.
| Fahrzeugspezifikationen | Details |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | VW T6.1 |
| Motor | 110 kW (150 PS) Dieselmotor |
| Sitzplätze | 5 |
| Kosten pro Fahrzeug | ca. 130.000 € |
Einsatzbedingungen und Herausforderungen
Die DRK Bergwacht Württemberg ist nicht nur für Rettungseinsätze verantwortlich, sondern leistet auch einen unschätzbaren Beitrag zum Naturschutz. Laut drk-baden-wuerttemberg.de haben die rund 1.259 Angehörigen der Bergwacht 2024 insgesamt 102.470 ehrenamtliche Stunden geleistet. Dies entspricht einem volkswirtschaftlichen Wert von über 1,27 Millionen Euro, basierend auf dem gesetzlichen Mindestlohn. Die Bergwacht ist ganzjährig rund um die Uhr im Einsatz und engagiert sich regelmäßig in Aus- und Weiterbildung, Jugendarbeit sowie in der Landschaftspflege.
Im Jahr 2024 wurde die Bergwacht zu 471 Einsätzen alarmiert, mit einer Reihe von alarmierenden Situationen wie Wanderunfällen und medizinischen Notfällen unter den Hauptursachen. Auch im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die DRK Bergwacht bereits 259 Alarmierungen, und die neue Fahrzeugflotte wird sicher dazu beitragen, diese Einsätze effizienter zu gestalten.
Die Herausforderung, in schwierigem Gelände schnell und effektiv zu handeln, ist bei der Bergrettung allgegenwärtig. Die moderne Ausstattung der neuen Fahrzeuge stellt sicher, dass die Einsatzkräfte optimal auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: hier liegt definitiv etwas an, und die neue Flotte wird dazu beitragen, diese wertvolle Arbeit noch besser zu unterstützen.