Am 8. November 2025 fand in Nagold ein spannendes Event statt, das die politischen Wogen in der Region schlagen könnte. Bei der Wahlkampfveranstaltung, die von über 1000 Gästen in der Nagolder Stadthalle besucht wurde, traten der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel und bayerischer Ministerpräsident Markus Söder auf. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Wiederbelebung der sogenannten „Südschiene“ zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Schwarzwälder Bote berichtet, dass das Format der Veranstaltung besonders ansprechend war: Im Stil eines Zweier-Talks und in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre wurden keine klassischen Reden gehalten.
Söder und Hagel plauderten nicht nur über ihre politischen Visionen, sondern auch über persönliche Vorlieben, beispielsweise ihre Lieblingsspeisen. Doch der ernsthafte politische Diskurs kam ebenfalls nicht zu kurz. Ein Kernpunkt war die Kritik von Söder am Länderfinanzausgleich, wo er bemängelte, dass nur Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zahlen. Diese Debatte spiegelt ein längst virulentes Thema in der deutschen Politik wider, das auch in dieser Runde nicht ignoriert werden konnte.
Politische Themen und Positionen
Die beiden Politiker ließen sich nicht entblöden, auch heikle Themen anzusprechen. Da ist beispielsweise die Palliativmedizin, wichtig für viele Bürger, sowie das christliche Menschenbild, das für Söder eine zentrale Rolle spielt. Ein weiterer Punkt, der leidenschaftlich diskutiert wurde, war die Unterstützung der heimischen Automobilbranche und die Förderung junger Forscher. Diese Themen sind gerade in einer Zeit von großer gesellschaftlicher Bedeutung.
Ein klares Bekenntnis gaben beide zur Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD, wobei Söder sich mit Franz von Papen verglich. Hagel ging sogar so weit, die AfD als „Verräter an deutschen Interessen“ zu bezeichnen. Bei der Diskussion um Asyl und Abschiebung, insbesondere in Bezug auf Syrien, zeigte sich die harte Linie, die die beiden Politiker vertreten. Das strebt eine Wiederherstellung des Deutschlands von vor 2025 an und könnte durchaus an den Nerven der Wähler zehren.
Ein gelungener Abschluss
Wie es sich für eine solche Veranstaltung gehört, endete der Abend mit dem Singen der Deutschen Nationalhymne, was für einen emotionalen Höhepunkt sorgte. Die Kombination aus persönlichem Austausch und brisanten politischen Themen vermochte es, das Publikum zu fesseln und die Weichen für die bevorstehenden Wahlen zu stellen. Die Fragen, die aufgeworfen wurden, bleiben im Raum und bieten viel Gesprächsstoff für die kommenden Wochen.