Am Freitag, dem 13. Februar, um 19 Uhr, wird der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann in Neuhausen zu einem spannenden Bürgergespräch erwartet. Unter dem Motto „Wo steht Deutschland 2026?“ wird er gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die Zukunft diskutieren. Die Veranstaltung findet in der Firma F. Zimmermann, Bernhäuser Straße 35/37, statt, und der Einlass beginnt bereits um 18 Uhr. Eingeladen hat der CDU-Bundestagsabgeordnete David Preisendanz zusammen mit den Kreisverbänden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich und kann per E-Mail an geyer@cdu-kv-esslingen.de gesendet werden. Quelle
Die Themen, die Linnemann ansprechen wird, sind äußerst relevant für die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Insbesondere die hohen Standortkosten, der anhaltende Fachkräftemangel und die wachsende Bürokratie stehen im Mittelpunkt der Diskussion. Diese Punkte sind nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Beschäftigten von großer Bedeutung. Linnemann äußerte sich auch zur Debatte um Arbeitszeiten und warnte vor einer „Teilzeit-Falle“. Viele Menschen würden gerne mehr arbeiten, wenn die Rahmenbedingungen attraktiver wären. Dazu gehören die Senkung der Lohnnebenkosten, die er als essenziell erachtet, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Quelle
Fachkräftemangel als zentrales Thema
Ein zentrales Thema, das Linnemann ansprechen wird, ist der Fachkräftemangel, der laut Prognosen auch 2025 eine der größten Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt bleibt. Im März 2025 waren über 387.000 Stellen für qualifizierte Arbeitskräfte nicht besetzt, was eine Vakanzquote von 86 Prozent bedeutet – und das ist mehr als der globale Schnitt von 74 Prozent. Besonders betroffen sind Branchen wie der Einzelhandel, die Gesundheitsberufe und das Handwerk. Engpassberufe haben teilweise Vakanzzeiten von über 280 Tagen, was die Dringlichkeit des Themas verdeutlicht. Quelle
Die Ursachen des Fachkräftemangels sind vielfältig und reichen vom demografischen Wandel über wachsende Qualifikationslücken bis hin zu einer begrenzten Erwerbsbeteiligung bestimmter Gruppen. Zudem ist die Integration von Zuwanderern oft unzureichend, was die Situation weiter verschärft. Der Anstieg der durchschnittlichen Arbeitsstunden pro Person zeigt jedoch, dass trotz gesunkener Arbeitszeiten die insgesamt geleisteten Stunden auf einem Höchststand sind. Dies könnte als Chance genutzt werden, um die Arbeitsbeteiligung zu erhöhen und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Herausforderungen und Chancen für die Zukunft
Die Herausforderungen im deutschen Arbeitsmarkt sind also nicht zu unterschätzen. Um diesen entgegenzuwirken, sind Reformen beim Ehegattensplitting und der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder wichtige Ansätze, die Linnemann in seiner Ansprache thematisieren könnte. Auch die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen wird als Schlüssel zur Bekämpfung des Fachkräftemangels gesehen. Der Bedarf an qualifiziertem Personal ist ungebrochen, und einige Branchen haben bereits begonnen, im Ausland um Fachkräfte zu werben. In diesem Kontext wird deutlich: Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist nicht nur eine Frage der Bildung, sondern auch der Schaffung innovativer Arbeitskulturen und besserer Rahmenbedingungen für alle Beschäftigten.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um Antworten auf die drängenden Fragen des Arbeitsmarktes zu finden. Das Bürgergespräch mit Carsten Linnemann wird sicherlich einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Debatte leisten und die Perspektiven für Deutschland 2026 aufzeigen.