Heute ist der 23.02.2026, und die Amphibien in unserer Region sind wieder aktiv. Kröten, Frösche und Molche nehmen in diesen Wochen ihren Weg zu den Laichgewässern auf, da die Temperaturen steigen und die Nächte feucht werden. Besonders betroffen ist die Strecke zwischen Weinstadt-Baach und Baltmannsweiler, wo Autofahrer auf der K1862/K 1210 mit nächtlichen Einschränkungen rechnen müssen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Tiere zu schützen, die auf ihrem Weg oft große Gefahren durch den Straßenverkehr ausgesetzt sind. Jährlich werden Tausende von ihnen überfahren, was ihre Bestände erheblich gefährdet. Erfreulicherweise haben der Rems-Murr-Kreis und der Landkreis Esslingen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weinstadt und der Gemeinde Baltmannsweiler eine Lösung gefunden. Die nächtlichen Sperrungen beginnen im Februar 2026, um den Kröten und anderen Amphibien eine sichere Wanderung zu ermöglichen. Hier gibt es weitere Informationen zu den Maßnahmen.
Die Wanderung der Amphibien
Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche zeigen ein bemerkenswertes Wanderverhalten, besonders in den Winter- und Frühjahrsmonaten. In dieser Zeit suchen sie ihre Laichgewässer auf, um sich fortzupflanzen. Diese Wanderungen werden durch milde Luftströmungen begünstigt, die aktuell erwartet werden. Laut einer Lageeinschätzung vom 19. Februar könnten die ersten Amphibien bereits bald zu sehen sein. So wurden am Oberrhein bereits Spring- und Grasfrösche sowie Bergmolche gesichtet. In den Tallagen im Südwesten und Westen Deutschlands wird die Laichwanderung ab diesem Wochenende erwartet, während sich der Beginn im Norden und Osten Deutschlands verzögert.
Für die Amphibien sind Straßen eine der größten Gefahren. Daher setzen sich Naturschutzgruppen aktiv für deren Schutz ein. Sie stellen Krötenschutzzäune auf und helfen den Tieren, sicher über die Straßen zu gelangen. Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich als Helfer*in engagieren, um Schutzzäune aufzustellen und die Amphibien zu kontrollieren. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, und die Saison dauert in der Regel zwei bis drei Monate. Informationen zu Krötenzäunen und Naturschutzgruppen sind auf lokalen NABU-Websites und in der Schutzzaundatenbank des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie verfügbar. Hier finden Sie weitere Details zur Krötenwanderung und Möglichkeiten zur Unterstützung.
Gemeinsam für den Naturschutz
Die Krötenwanderung ist nicht nur ein faszinierendes Naturereignis, sondern auch ein wichtiger Aspekt des Naturschutzes. Die Bemühungen um den Schutz der Amphibien sind entscheidend, um die Biodiversität in unserer Region zu erhalten. Wenn die milde Phase laut Deutschem Wetterdienst bis zum 26. Februar anhält, können wir in den kommenden Wochen mit einem Anstieg der Wanderungen rechnen, wobei der Höhepunkt nicht vor Mitte März erwartet wird. Diese Zeit ist entscheidend für die Fortpflanzung der Tiere und erfordert unser aller Aufmerksamkeit und Engagement.
Die Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden, sind ein wichtiger Schritt, um das Überleben dieser faszinierenden Geschöpfe zu sichern. Indem wir uns gemeinsam für den Schutz der Amphibien einsetzen, tragen wir dazu bei, die Artenvielfalt in unseren Lebensräumen zu bewahren.