Die Frühlingszeit kündigt sich nicht nur mit blühenden Blumen und steigenden Temperaturen an, sondern auch mit einem Naturschauspiel, das für viele allerorts von Bedeutung ist: der Krötenwanderung. In Weinstadt-Baach, wo die Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sind, gibt es deswegen ab sofort nächtliche Straßensperrungen. Diese betreffen die K1862/K1210, und Autofahrer müssen mit Einschränkungen rechnen. Der Rems-Murr-Kreis und der Landkreis Esslingen haben in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Weinstadt und der Gemeinde Baltmannsweiler eine Regelung getroffen, die ab Februar 2026 in Kraft tritt, wie zvw.de berichtet.

Das milde Wetter hat die ersten Amphibien bereits zum Wandern bewegt. Wie der NABU erläutert, begeben sich Kröten, Frösche und Molche nun auf den Weg zu ihren Laichgewässern, insbesondere wenn die Nächte feucht sind und die Temperaturen steigen. Aktuelle Meldungen zeigen, dass die ersten Kröten bereits gesichtet wurden. Der NABU weist darauf hin, dass die Gefahr auf den Straßen, wo viele Tiere überfahren werden, die größte Bedrohung für die wandernden Amphibien darstellt. Helfer sind dringend gesucht, um Schutzzäune aufzustellen und die Tiere beim Überqueren der Straßen zu schützen, damit sie sicher an ihre Ziele gelangen. Die Kooperation von Naturschutzgruppen spielt eine wesentliche Rolle, um den Amphibien während ihrer Wanderung die nötige Sicherheit zu bieten.

Ein Aufruf zur Mithilfe

Die Wanderung findet normalerweise zwischen Februar und März statt, wobei der Höhepunkt erst um die Mitte des Monats erwartet wird. Laut einer aktuellen Lageeinschätzung vom 19. Februar wittert der Deutsche Wetterdienst, dass die milde Phase bis zum 26. Februar anhält, bevor es vorübergehend kälter werden könnte. Daher ist nun der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden. Wer nicht unbedingt Vorkenntnisse hat, kann dennoch mithelfen, denn die Natur rund um die Krötenwanderung bietet viele Möglichkeiten zur Mitwirkung, etwa durch den Aufbau und die Kontrolle von Schutzzäunen. Der NABU bietet zudem Schulungen an, die sich mit dem Thema „Krötenzaun & Co.“ beschäftigen und wertvolle Informationen zu Schutzmaßnahmen geben, wie auf der Website von nabu.de zu finden ist.

Das Engagement lokaler Naturschutzgruppen und die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sind essenziell, um die Gefahren für die Amphibien zu minimieren. Durch die Bereitstellung einer interaktiven Schutzzaun-Datenbank können interessierte Helfer nicht nur Standorte von Schutzzäunen erfassen, sondern auch gezielt Unterstützung anbieten. Es bleibt abzuwarten, wie viele Freiwillige sich melden werden, um gemeinsam diesen wichtigen Beitrag zum Amphibienschutz in unserer Region zu leisten.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Krötenwanderung nicht nur für die Tiere, sondern auch für alle Naturfreunde und Unterstützer eine Gelegenheit ist, aktiv zu werden und die heimische Tierwelt zu schützen.