In einem erschütternden Fall aus Niedersachsen wird der elfjährige Yannick Samu Garbas vermisst, seit seine Mutter ihn am 5. September 2024 von der Schule in Visbek abholte. Seither sind anderthalb Jahre vergangen, in denen Richard Garbas, sein verzweifelter Vater, unermüdlich nach seinem Sohn sucht. Wie RTL berichtet, hat die Mutter offenbar mit Yannick das Weite gesucht, während der Vater große Sorgen um das Wohl seines Kindes hegt.

Die Umstände rund um Yannicks Verschwinden sind beunruhigend. Richard Garbas, der das Sorgerecht erhielt, sah sich mit der Realität konfrontiert, dass seine Ex-Frau in der Vergangenheit in Betrügereien verwickelt war, was zur Trennung führte. Seither wurden sowohl der Junge als auch seine Mutter nicht mehr in einer deutschen Schule angemeldet. Richard bittet immer wieder in sozialen Medien um Unterstützung von Bürgern, die möglicherweise Informationen haben. Er appelliert an die Menschen, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, falls sie Yannick oder seine Mutter sehen sollten.

Hintergründe und Statistiken

Jährlich gehen über 100.000 Vermisstenanzeigen bei der deutschen Polizei ein, die Kinder und Jugendliche betreffen. Laut Familienhandbuch sind bis zu 98 % dieser Fälle Ausreißer, die aus eigenem Antrieb ihr familiäres Umfeld verlassen. Die Gründe sind vielfältig: Sie reichen von unglücklichen Beziehungen über Mobbing bis hin zu einem unerfüllten Drang nach Selbstbestimmung.

In Yannicks Fall könnte es sich um eine Kindesentziehung handeln, da seine Mutter ihn gegen den Willen des Vaters ins Ausland gebracht haben könnte. Der Begriff der Kindesentziehung ist im deutschen Strafgesetzbuch (§ 235 StGB) festgeschrieben und stellt eine Sorgerechtsverletzung dar. Der Vater könnte daher rechtliche Schritte einleiten, um das Verbleiben seines Sohnes zu klären. Dabei sind die Voraussetzungen für eine rechtliche Verfolgung klar geregelt: Nur wenn das Sorgerecht des anderen Elternteils besteht und das Kind widerrechtlich entzogen wurde, liegt eine Kindesentziehung vor. Mehr darüber erfährt man bei Aktivinews.

Unterstützung für Betroffene

Die Initiative „Vermisste Kinder“ bietet Unterstützung für betroffene Familien und betreibt die Notrufhotline 116000. Robert Garbas erwägt zwar, einen Privatdetektiv zu engagieren, sorgt sich jedoch um die finanziellen Mittel. Gleichzeitig hofft er, dass seine Suchaufrufe auch über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreitet werden. Solche Maßnahmen sind entscheidend, da ungeklärte Vermisstenfälle oft über Monate oder sogar Jahre hinweg ungelöst bleiben und eine enorme Belastung für die betroffenen Familien darstellen.

In Zeiten der Ungewissheit und des Schmerzes ist es wichtig, das Gespräch aufrechtzuerhalten und den betroffenen Eltern rechtliche und emotionale Unterstützung anzubieten. Das Vertrauen zu den eigenen Kindern, die Förderung von Selbstständigkeit sowie das Training für den Umgang in gefährlichen Situationen sind Maßnahmen, die helfen können, solche schmerzhaften Fälle in Zukunft zu vermeiden. Richard Garbas bleibt optimistisch und verspricht in einem Post, Yannick eines Tages zu finden und nie wieder loszulassen.