Heute ist der 11.03.2026. Das Augustinermuseum in Freiburg im Breisgau hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum entwickelt. Nach über 20 Jahren Renovierung und einem Kostenaufwand von rund 95 Millionen Euro erstrahlt das Museum, das in einem 800 Jahre alten Klostergebäude untergebracht ist, in neuem Glanz. Der Architekt Christoph Mäckler war für die ersten beiden Bauabschnitte verantwortlich, während der letzte Abschnitt von Schwierigkeiten geprägt war, darunter Schimmel und Pilzbefall. Trotz dieser Herausforderungen wurde das Museum um 1600 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche erweitert und bietet nun Besuchern die Möglichkeit, die Stadt- und Kulturgeschichte auf interaktive Weise zu erkunden.

Die neue Ausstellung wird als didaktisch und interaktiv beschrieben, wobei die traditionelle Kunstbetrachtung zugunsten interaktiver Elemente zurücktritt. Ausstellungsstücke reichen von mittelalterlichen Ritterrüstungen bis hin zu Protestschilden der Klimabewegung. Ein besonderer Fokus liegt auf einem pädagogischen Parcours, der den Besuchern verschiedene Themen, darunter „Protest und Revolution“, näherbringt. Auch die Barockgalerie ist einen Besuch wert, in der Bilder ohne Beschriftung hängen, sodass die Besucher eigenständig die Kunstwerke erkunden können. Interaktive Bildschirme ermöglichen es, tiefere Einblicke in die Künstler und deren Werke zu bekommen, und das Museum orientiert sich an Icom-Standards, um barrierefrei und inklusiv zu sein (Quelle).

Besuch und Angebote

Das Augustinermuseum hat von Dienstag bis Sonntag geöffnet, wobei die Öffnungszeiten an Freitagen bis 19 Uhr verlängert sind. Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, und für unter 27-Jährige ist der Eintritt sogar frei. Neben den regulären Ausstellungen gibt es auch spezielle Angebote wie die Galerie im Dachstuhl, die Werke von Künstler*innen des 19. Jahrhunderts zeigt, sowie das Haus der Graphischen Sammlung, welches derzeit geschlossen ist, aber regelmäßig Sonderausstellungen präsentiert (Quelle).

Ein weiterer Höhepunkt ist die aktuelle Ausstellung „Ins Licht gerückt: Künstlerinnen im 19. Jahrhundert“, die Werke von Künstlerinnen wie Alexandra Berckholtz und Ida Maier zeigt. Es ist bemerkenswert, dass weniger als 15% der Werke im Augustinermuseum von Frauen stammen, was eine wichtige Thematik in der Kunstgeschichte darstellt. Die Augustinermuseum-App bietet interaktive Führungen, Hintergrundinformationen und Spiele, die den Besuch noch spannender machen.

Blick in die Zukunft

Ein spannendes Ereignis steht ebenfalls bevor: Am 28. Februar 2026 wird das Konventgebäude des ehemaligen Augustinerklosters eröffnet, das die Stadt- und Kulturgeschichte beherbergen wird. Zudem wird im Frühjahr 2025 ein Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus als Außenstelle am Rotteckring eröffnet, welches die Geschichte des Nationalsozialismus in Freiburg und der Region dokumentiert. Die Entwicklungen rund um das Augustinermuseum und die weiteren kulturellen Einrichtungen in Freiburg zeigen, wie wichtig die Auseinandersetzung mit Geschichte und Kunst ist und wie diese Themen in der heutigen Zeit lebendig gehalten werden können (Quelle).

In einer Zeit, in der Bildung und Kultur zunehmend digitalisiert werden, setzt das Augustinermuseum auf innovative Ansätze, um Kunst und Geschichte zu vermitteln. Die Verbindung von traditioneller Kunst mit modernen, interaktiven Elementen könnte der Schlüssel sein, um auch jüngere Generationen für diese wertvollen Themen zu begeistern.