Am Sonntag, den 2. November 2025, fand in der Fußball-Bundesliga ein spannendes Duell zwischen Union Berlin und dem SC Freiburg statt. Das Spiel endete mit einem ausgeglichenen 0:0, das jedoch von kontroversen Entscheidungen des Videoassistenten (VAR) überschattet wurde. Dabei blieb Freiburg nun schon fünf Liga-Partien ohne Sieg und hat sich in eine brenzlige Lage manövriert.

Union Berlins Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, ließ nach dem Spiel kein gutes Haar am VAR. Er äußerte massive Bedenken über die Einmischung des Systems bei Abseitsentscheidungen. Besonders die Entscheidung in der 63. Minute, als Andrej Ilić ein vermeintliches Tor erzielte, sorgte für reichlich Zündstoff. Dieses Tor wurde nach einer über vierminütigen Videoüberprüfung aberkannt, weil Rani Khedira im aktiven Abseits gestanden haben soll. „Wo kommen wir eigentlich hin?“ fragte Heldt sichtlich verärgert.

Kritik am VAR und Schiedsrichterentscheidungen

Der Union-Geschäftsführer war nicht der Einzige, der die Entscheidung als ärgerlich und nicht nachvollziehbar empfand. Auch der Trainer von Union, Steffen Baumgart, fand die Abseitsentscheidung schwer nachvollziehbar. Zudem kritisierte er die allgemeine Schiedsrichterleistung. In diesem Spiel gab es nicht nur die Szene um Khedira, sondern auch ein aberkanntes Tor von Matthias Ginter, das aufgrund eines Handspiels in der 17. Minute nicht anerkannt wurde. Ginter selbst zeigte sich einsichtig, gab aber zu, dass er den Handkontakt nicht gespürt habe – die Bilder hätten jedoch für sich gesprochen.

Freiburgs Torhüter Noah Atubolu fühlte sich von Khedira behindert und argumentierte, dass dessen Abseitsposition seine Sicht möglicherweise eingeschränkt habe. Khedira wies diese Behauptung zurück und sprach von einer klaren Fehlentscheidung. Auch die Zuschauer in der ausverkauften Arena mit 22.012 Menschen waren nach dem Spiel gespalten in ihren Meinungen.

Die Rolle des VAR im Fußball

Der VAR, ein Video-Assistent, soll die Schiedsrichter mit moderner Videotechnik unterstützen, um die Entscheidungsgenauigkeit zu verbessern. Er kann Spielszene aus verschiedenen Kameraansichten betrachten und dabei eine detaillierte Analyse durchführen. Eingreifen darf der VAR nur in bestimmten Fällen, darunter Torentscheidungen, Elfmeter, direkte rote Karten und bei Spielerverwechslungen, wie auch auf bundesliga.com beschrieben wird.

Diese umstrittenen Entscheidungen zeigen ein einmal mehr auf diese Spielintelligenz des VAR, die nicht immer zum Vorteil der Spieler und Fans wirkt. Viele fragen sich, ob das System die richtigen Antworten gibt oder ob es nicht vielmehr für Verwirrung sorgt, gerade in einem Spiel voller wichtiger Momente. Es bleibt spannend, ob solche Entscheidungen in Zukunft besser gehandhabt werden können – da liegt auf jeden Fall noch etwas im Argen.

Insgesamt führte das Geschehen auf dem Platz dazu, dass beide Teams sich fragt, wie sie aus dieser sportlichen Talfahrt herauskommen können. Freiburg muss sich dringend überlegen, wie die Sieglos-Serie beendet werden kann, während Union Berlin trotz der Kritik am VAR weiterhin auf der Suche nach der eigenen Stärke ist.