Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Jochen Gehring aus Hechingen wurde als Physiotherapeut und Osteopath für das „Team D“ bei den Paralympischen Winterspielen in Italien nominiert. Dies wurde von Justus Wolf, dem Cheftrainer der Nationalmannschaft Para Ski alpin des Deutschen Behindertensportbundes, bekannt gegeben. Gehring bringt umfangreiche Erfahrung mit, betreut er doch bereits seit sechs Jahren die Athletinnen und Athleten der deutschen Para-Nationalmannschaft Ski alpin in seiner Praxis „Körperbau“ in Balingen. Seine Nominierung ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Grund zur Freude für seine Familie, die stolz auf ihn ist. Der Physiotherapeut hat die DOSB-Lizenz (Deutscher Olympischer Sportbund) erworben und ist somit bestens für die Herausforderungen des Spitzensports vorbereitet.
Ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere war die Teilnahme am „European Youth Olympic Festival“ in Italien im Jahr 2023, wo er 14 junge Athleten in verschiedenen Sportarten betreute. Bei den Paralympischen Spielen wird Gehring zusammen mit drei weiteren Physiotherapeuten und vier Ärzten dafür Sorge tragen, dass die physische Gesundheit von 40 Athleten und acht Guides jederzeit gewährleistet ist. Er freut sich besonders auf die Spiele in Europa und die Möglichkeit, im olympischen Dorf in Cortina d’Ampezzo zu wohnen, wo er am 3. März anreisen wird. Die Eröffnungsfeier findet am 6. März in der Arena di Verona statt. Gehring hat große Erwartungen an das Team und sieht gute Medaillenchancen, vor allem bei den alpinen Skiläufern, wo das Team fünf Medaillen anstrebt.
Die Rolle der Osteopathie im Spitzensport
Die Bedeutung der Osteopathie im Spitzensport wird immer deutlicher. Dr. Stefan Pecher, ehemaliger Teamarzt der Nordischen Kombination im Deutschen Skiverband, betont, wie wichtig eine ganzheitliche Betreuung der Athleten ist. So hat die medizinische Betreuung eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Physiotherapeuten und Osteopathen zur Grundlage. Osteopathie wird vor allem als ergänzender Ansatz zur frühzeitigen Erkennung und Ausgleich von Belastungen beschrieben. Gehring hebt hervor, wie wichtig präventive Therapien für die Regeneration der Athleten sind – diese wird durch Schlaf und mentale Belastung maßgeblich beeinflusst.
Im paralympischen Sport sind individuelle Therapieansätze besonders entscheidend, um den unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen der Athleten gerecht zu werden. Jochen Gehring ist als Mitglied im Bundesverband Osteopathie e.V. (BVO) aktiv und wird bei den Paralympischen Spielen eine bedeutende Rolle spielen. Seine Arbeit zeigt, dass Osteopathie ein fester Bestandteil im modernen Spitzensport ist und ihre Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Über die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Olympia-Team und die Rolle der Osteopathie wird in einem Podcast von Dr. Pecher berichtet, der spannende Einblicke aus der Praxis bietet.
Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina d’Ampezzo finden vom 6. bis 22. Februar statt, während die Paralympischen Spiele vom 6. bis 15. März 2026 geplant sind. Die Vorfreude auf diese Großereignisse ist spürbar; nicht nur für die Athleten, sondern auch für alle, die hinter den Kulissen arbeiten, um ideale Voraussetzungen zu schaffen. Jochen Gehring wird dabei eine Schlüsselposition einnehmen und zeigen, wie wichtig die ganzheitliche Betreuung für den Erfolg im Sport ist.