Ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Frauen-Eishockeys ist geschrieben worden. Am 14. Februar 2026 traf die deutsche Frauenmannschaft im Viertelfinale der Winterspiele in Mailand auf den Olympiasieger Kanada. Mit einem Endstand von 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) musste Team Deutschland die hoffnungsvollen Träume auf das Weiterkommen begraben. Wie Schwarzwälder Bote informiert, war dies die erste Teilnahme der deutschen Damen an Olympischen Spielen seit 2014, und die Erwartungen waren groß.

Die Partie gegen Kanada, die bereits vor dem Spiel als ernstzunehmender Gegner galt, begann für die Deutschen bereits in den ersten Minuten äußerst misslich. Brianne Jenner brachte Kanada früh in Führung, und die Damen aus Deutschland hatten daran zu knabbern. Franziska Feldmeier erzielte in der 49. Minute den einzigen Treffer für ihre Mannschaft, doch der große Kracher blieb ungeachtet der Anstrengungen aus. Laura Kluge, die größte Hoffnungsträgerin und Topscorerin der Vorrunde, blieb ohne Torerfolg und hatte im ersten Drittel Pech, als sie von Marie-Philip Poulin in einem entscheidenden Moment abgelaufen wurde. Torhüterin Sandra Abstreiter leistete sich zudem zwei entscheidende Fehler, die zu Gegentoren führten. Ihr Auswurf eines Schusses von der blauen Linie in die eigenen Netze war besonders schmerzlich.

Vorrunde mit Licht und Schatten

Wie sich die Kräfte bereits in der Vorrunde gezeigt hatten, konnte Deutschland den zweiten Platz in Gruppe B erkämpfen, was die Mannschaft für die Viertelfinal-Begegnung gegen Kanada qualifizierte. Der Weg dorthin führte über einige spannende Begegnungen. Am 5. Februar 2026 gab es eine Niederlage gegen Schweden (1:4), gefolgt von einem deutlichen Sieg über Japan (5:2) und einem umkämpften Erfolg gegen Frankreich (2:1 n.V.). Der krönende Abschluss war der Sieg gegen Italien (2:1), der den Verbleib im Turnier sicherte führte die DEB auf ihrer Webseite aus.

Die weiteren Viertelfinalbegegnungen an diesem Tag waren nicht minder spannend. Die USA trafen auf Italien, Tschechien auf Schweden und Finnland auf die Schweiz. Die Fans konnten sich auf großen Sport und aufregende Spiele freuen, während die deutsche Mannschaft bereits am frühen Nachmittag zum Training in die Milano Rho Ice Hockey Arena ging, um sich bestmöglich auf die Herausforderung gegen Kanada vorzubereiten.

Ein Blick nach vorn

Auch wenn die Enttäuschung nach dem Ausscheiden groß ist, wird die Teilnahme an den Olympischen Spielen im Gedächtnis der Spielerinnen bleiben. Das Team hat gezeigt, dass es mithalten kann und wird sicher aus dieser Erfahrung lernen. Für die Zukunft wünschen sich alle Beteiligten ein weiteres gutes Händchen in der weiteren Entwicklung des deutschen Frauen-Eishockeys. Die nächste Gelegenheit für einen Wettkampf in dieser Größenordnung wird sicherlich bereits mit großen Erwartungen herbeigesehnt. In der Zwischenzeit können interessierte Fans die neuesten Entwicklungen im Eishockey auf Kicker.de verfolgen.