Die Polizei im Raum Geislingen hat mit Marco Kenjic einen neuen Leiter, der frischen Wind in das Polizeirevier bringen soll. Die offizielle Amtseinführung fand am 5. November 2025 statt, nachdem er den kommissarischen Vorgänger Sven Gajo ablöste, der das Revier seit Oktober 2024 geführt hatte. Dass Gajo heute die Nachfolge des 32-jährigen Kenjic antritt, ist das Resultat einer durchweg positiven Entwicklung innerhalb der Polizei in Geislingen.

Marco Kenjic begann seine Laufbahn bei der Landespolizei im Jahr 2012 und kann auf eine vielseitige Karriere im Polizeipräsidium Ulm zurückblicken. Neben verschiedenen Funktionen innerhalb des Präsidiums war er zuletzt von 2020 bis 2023 in unterschiedlichen Stabsstellen tätig. Sein Studium an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen und der nächste Schritt mit dem Masterabschluss an der Deutschen Hochschule für Polizei in Münster, zeigen, dass Kenjic ein gutes Händchen für seine berufliche Bildung hatte.

Das Polizeirevier Geislingen im Fokus

Das Polizeirevier Geislingen hat eine wichtige Aufgabe: Es sorgt für die Sicherheit von rund 65.000 Einwohnern auf einem Areal von fast 29 km². Zuvor war Sven Gajo eine zentrale Figur in diesem Revier. Gajo, der 1996 als Polizeioberwachtmeister in den Dienst trat und im Laufe seiner Karriere 2004 zum Polizeirevier Geislingen wechselte, wurde 2021 zum Leiter der Führungsgruppe ernannt. Seine langjährige Erfahrung und die gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden wurden sowohl von ihm als auch von Polizeipräsident Josef Veser hervorgehoben.

Kenjic wird sich nun neben den alltäglichen Herausforderungen auch den spezifischen Themen der Region annehmen. Insgesamt sind dem Revier drei Polizeiposten zugeordnet: Böhmenkirch, Deggingen und Kuchen. Ein Anliegen von Kenjic könnte es sein, die gute Vernetzung mit den lokalen Behörden weiter auszubauen und die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Ausbildung: Ein solider Grundstein

Ein zentraler Aspekt für eine kompetente Polizei ist die Ausbildung der zukünftigen Beamt:innen. In Deutschland erfolgt die Polizeiausbildung in Schulen oder über Polizeiverbände und variiert je nach angestrebtem Laufbahnziel. So werden beispielsweise für den mittleren Dienst die Voraussetzungen durch die mittlere Reife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung definiert, während der gehobene Dienst das Studium an einer Fachhochschule voraussetzt. Bewerber müssen dabei nicht nur die deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft besitzen, sondern auch in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben und dürfen nicht vorbestraft sein. Das Auswahlverfahren umfasst diverse Stationen, dazu gehören Eignungstests, Vorstellungsgespräche und sportliche Überprüfungen.

Für Polizeischüler:innen gibt es in einigen Bundesländern sogar die Möglichkeit, Unterkunft und Gesundheitsfürsorge während der Ausbildung zu erhalten. Diese umfassende Ausbildung legt den Grundstein für die Fähigkeiten der Polizist:innen, um in der vielfältigen und anspruchsvollen Welt der Sicherheit effektiv agieren zu können. Unterstützung und Netzwerke wie VelsPolBW, das sich für die Rechte von LSBTI-Menschen einsetzt, zeigen, dass auch in der Polizei der Umgang mit Diversität eine gemeinsam getragen Verantwortung ist.

Die Stadt und die Region können gespannt sein, welche Impulse Marco Kenjic für das Polizeirevier Geislingen setzen wird. Mit seiner umfangreichen Ausbildung und den gesammelten Erfahrungen bringt er frische Ideen in eine der entscheidenden Institutionen für die öffentliche Sicherheit. swp.de berichtet darüber, während sich weitere Informationen auf der Website der Polizei Ulm finden lassen. Wer mehr über die Polizeiausbildung in Deutschland erfahren möchte, kann einen Blick in den Artikel auf Wikipedia werfen.