Heute ist der 10.02.2026 und die Handball-Bundesliga (HBL) feiert ihren Re-Start nach einer kurzen Pause von etwas mehr als einem Monat. Ein Ereignis, das die Fans und Spieler gleichermaßen begeistert, denn es gibt viel Neues in der Liga. Unter anderem wird Juan Carlos Pastor sein Debüt als Trainer der TSV Hannover-Burgdorf geben, wenn sein Team gegen Erlangen antritt. Diese Veränderung kommt nach der vorzeitigen Entlassung von Christian Prokop aufgrund interner Komplikationen.

In dieser besonderen Saison kann sich die HBL mit gleich zwölf neuen Europameistern schmücken, darunter vielversprechende Talente wie Mathias Gidsel, Simon Pytlick und Magnus Saugstrup. Ein weiteres Highlight ist die Rückkehr von GWD Minden in die Kampa-Halle, nachdem das Team zuvor gezwungen war, in der Halle des Lokalrivalen TuS N-Lübbecke zu spielen. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch einen Schatten über der Liga.

Einbruch und der Verlust der Meisterschale

Die Bundesliga wird Meisterschaftsspiele in dieser Saison ohne die begehrte Meisterschale austragen müssen. Diese wurde im November 2022 gestohlen und die Vermutung steht im Raum, dass sie möglicherweise eingeschmolzen wurde. Die HBL bemüht sich bereits um die Beschaffung einer neuen Meisterschale. Insbesondere die Umstände des Diebstahls sind alarmierend: Die Meisterschale der Füchse Berlin wurde aus der Geschäftsstelle entwendet, und das nur fünf Monate nach dem ersten Gewinn durch die Berliner.

Die HBL hat den Schaden bereits ihrer Versicherung gemeldet und steht in Kontakt mit der Bremer Silbermanufaktur Koch & Bergfeld, dem Produzenten der Meisterschale. HBL-Kommunikationschef Oliver Lücke hat betont, dass die Liga sicherstellen wird, dass der Deutsche Meister der Saison 2025/26 die neue Meisterschale rechtzeitig erhält. In der Zwischenzeit wurde eine Nachbildung der Meisterschale vorsorglich bereitgestellt.

Die Geschichte der Handball-Bundesliga

Die HBL hat eine lange und bewegte Geschichte. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966, als die höchste Spielklasse im deutschen Handball etabliert wurde, hat sie sich stetig weiterentwickelt. Vor 1966 wurde die Deutsche Meisterschaft in Endrunden der Regionalligameister und -zweiten ausgespielt. In den Anfangsjahren wurde in zwei Staffeln (Nord und Süd) gespielt. Der erstplatzierte ist seit 1977 automatisch Deutscher Meister, mit der Ausnahme von 1990 bis 1992, als die ehemalige DDR-Oberliga eingegliedert wurde und die Liga zweigleisig spielte.

THW Kiel ist mit 23 Meistertiteln Rekordmeister der Handball-Bundesliga und hat damit eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte geschrieben. Die HBL ist stolz auf ihre Tradition und den hohen ideellen Wert der Trophäe, die nicht nur ein Zeichen für sportlichen Erfolg ist, sondern auch ein Symbol für die Leidenschaft und Hingabe, die im deutschen Handball steckt.

Während die HBL nun in eine neue Phase startet, bleibt abzuwarten, wie sich die Teams und die Liga entwickeln werden. Die Herausforderungen sind groß, doch die Begeisterung für den Handball bleibt ungebrochen. Weitere Informationen über die Entwicklungen in der Liga finden Sie in unserem [Artikel](hier) und über den Diebstahl und die Pläne zur neuen Meisterschale [hier](hier).