In Heidelberg ist die heiße Phase des Wahlkampfs der CDU eingeläutet worden. Der zweitägige Parteitag, der am 5. und 6. Dezember 2025 stattfindet, steht ganz im Zeichen der Verabschiedung eines neuen Wahlprogramms sowie der Vorstandswahlen. Über 1.000 Teilnehmer, darunter 357 Delegierte, werden erwartet. Unter ihnen wird auch der Spitzenkandidat Manuel Hagel sein, der erneut als Landeschef antreten möchte und auf eine breite Unterstützung hofft. Bei seiner ersten Wahl vor zwei Jahren erhielt er beeindruckende 91,5% der Stimmen, was ihm keinerlei Gegenkandidaturen einbrachte.
Der ehemalige Innenminister Thomas Strobl, der 12 Jahre an der Spitze der Partei stand, übergibt nun die Zügel an Hagel, der im Mai diesen Jahres mit 93,8% zum Spitzenkandidaten gekürt wurde. Die Vorfreude auf die Wahl am Freitag, ab 15:30 Uhr, ist groß. Man rechnet mit einer Bestätigung von Hagel durch die Delegierten mit einer großen Mehrheit. Üblicherweise gelten Enthaltungen in diesem Format als ungültige Stimmen, was eine klare Entscheidungsfindung unterstützt.
Ein Blick auf die Agenda
Ein zentrales Thema des Parteitags wird die Diskussion und der Beschluss der „Agenda der Zuversicht – Unser Land in guten Händen“ sein, die für den Samstag angekündigt ist. Die CDU, unter der Führung von Parteichef Friedrich Merz, hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, um der rot-grünen Politik am 23. Februar 2025 ein Ende zu setzen. Diese Agenda verspricht neuen Wohlstand für Deutschland und beinhaltet umfassende wirtschaftspolitische Reformen.
Ein Mensch, der die Stimmung im Raum auflockern wird, ist CSU-Chef Markus Söder, der als Gastredner fungiert. Der Blick der Union richtet sich auch auf die angestrebte Steuerreform, die erhebliche Entlastungen für Unternehmen, Mittelschicht und Gutverdiener bringen soll. Dabei soll eine Regelung ermöglichen, dass Überstunden steuerfrei ausgezahlt werden können und Rentner bis zu 2.000 Euro netto hinzuverdienen dürfen.
Der Weg zurück zur wirtschaftlichen Stabilität
Eine der spannendsten Herausforderungen für die Union wird sein, die Finanzierung der geplanten Maßnahmen zu sichern. Die Kosten der Agenda und der Wahlprogramm-Vorschläge werden auf rund 89 Milliarden Euro geschätzt. Die Partei beabsichtigt dabei, an der Schuldenbremse festzuhalten, während Einsparungen beim Bürgergeld eine zentrale Rolle spielen sollen. In der Asylpolitik zeigt sich die Union ebenfalls selbstbewusst und plant eine restriktive Haltung, die darauf abzielt, die Migration zu reduzieren.
Mit dieser umfassenden Agenda zeigt sich die CDU auf der politischen Bühne selbstbewusst und mit einer klaren Strategie. Der bevorstehende Parteitag in Heidelberg könnte somit den Grundstein für eine neue Ära der christlich-demokratischen Politik legen, während sich die Mitglieder auf die Herausforderungen der nahen Zukunft vorbereiten.
Für Interessierte gibt es ausführliche Informationen über die bevorstehenden Wahlen und die aktuellen Themen auf den offiziellen Seiten der Partei sowie weiteren umfassenden Berichten in den Medien. Für einen Einblick in die verschiedenen Aspekte der Agenda können die Leser mehr bei bo.de, canada.ca und tagesschau.de erfahren.