Am 20. November 2025 wurde im Großen Rathaussaal der Stadt Heidelberg eine grandiose Veranstaltung gefeiert: Oberbürgermeister Eckart Würzner ehrte 29 Engagierte mit der begehrten Ehrenamtsmedaille. Diese Auszeichnung würdigt herausragendes bürgerschaftliches Engagement und steht für den unermüdlichen Einsatz ganz normaler Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Gemeinwohl starkmachen. Wie MRN News berichtet, wurden 17 Medaillen an Einzelpersonen aus Heidelberger Stadtteilen verliehen, während 12 Personen und Gruppen geehrt wurden, die über Stadtteilgrenzen hinaus aktiv sind.

Die Ehrenamtsmedaille wird seit 2001 jährlich verliehen und wurde 2022 in „Ehrenamtsmedaille“ umbenannt, um geschlechtergerechtere Sprache zu fördern. Dieser Schritt spiegelt die Verantwortung wider, die mit ehrenamtlichem Engagement einhergeht. Oberbürgermeister Würzner betonte, dass über 500 Jahre ehrenamtliches Engagement repräsentiert sind und dieses Engagement stark zum sozialen Miteinander in Heidelberg beiträgt. „Ehrenamtler zeigen eine klare Haltung“, so Würzner, „sie übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen.“

Vielfältige Aktivitäten und Personen geehrt

Die Palette des Ehrenamts in Heidelberg ist breit gefächert. Sei es durch die Unterstützung für arme und kranke Menschen, die Integration von geflüchteten Familien oder das Engagement für Menschen mit Einschränkungen – die Geehrten decken eine beeindruckende Bandbreite ab. In den Stadtteilen wurden etwa Jutta Schettler und Gabriele Schneidmüller aus der Altstadt für ihr Engagement im Kurpfälzischen Museum ausgezeichnet, während Hans Werner Franz aus Boxberg für 50 Jahre Arbeit im Stadtteilverein geehrt wurde. Auch die Unterstützung im Seniorenzentrum und der interreligiöse Dialog in der Weststadt durch Heike Hauck und Jona Pawelczyk-Kissin beispielsweise zeugen von engagierten Menschen, die ein Herz für ihre Mitmenschen haben.

Ebenso wurde für gesamtstädtisches Engagement gewürdigt. Abdullah Alahmad, der sich für geflüchtete Menschen starkmacht, und Jen Bihr, die sich für die queere Community einsetzt, sind nur zwei von vielen, die für die Öffentlichkeit eine wichtige Stimme sind. Wolfgang Graf, der Gründer des Jazzhauses Heidelberg, trägt dazu bei, das kulturelle Leben der Stadt zu bereichern, während Wilfried Münster sich tapfer für Amphibienschutz und Naturschutz einsetzt.

Ehrenamtliche Arbeit und deren Bedeutung

Der Wert des Ehrenamts ist nicht zu unterschätzen. Rund 16,9 Millionen Menschen in Deutschland engagierten sich im Jahr 2025 ehrenamtlich, wobei die Beteiligungsquote an organisierter Freiwilligenarbeit bei 27,5 Prozent liegt, wie Statista berichtet. Auch wenn viele ehrenamtlich Engagierte Erwachsene im mittleren oder höheren Alter sind, sieht man immer mehr junge Menschen, die Freiwilligendienste, wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), in Betracht ziehen. Diese Art des Engagements bietet nicht nur Erfahrungen, sondern fördert auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl und trägt zum sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei.

Der 5. Dezember ist der Internationale Tag des Ehrenamtes – ein Anlass, der die enorme Bedeutung solcher Aktivitäten für unsere Gemeinden hervorhebt. Die Stadt Heidelberg und der Gemeinderat gaben den Engagierten ein herzliches Dankeschön, um ihren unermüdlichen Einsatz und die damit verbundene Verantwortung zu würdigen.

In einem Land, das von gesellschaftlichem Zusammenhalt lebt, zeigt sich, dass ehrenamtliches Engagement eine feste Säule unserer aktiven Gemeinschaft darstellt. Die Ehrung in Heidelberg ist daher nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung an all jene, die im Stillen Großes leisten.