Im Landkreis Heilbronn gibt es erfreuliche Nachrichten für alle Gerüstbauer und die, die es noch werden wollen. Ab November 2025 steigen die Löhne in dieser wichtigen Branche um satte 7,5 Prozent. In einer Zeit, in der Fachkräfte händeringend gesucht werden, zeigt diese Maßnahme, dass der Beruf des Gerüstbauers hoch im Kurs steht. Über 254 Gerüstbauer sind im Landkreis aktiv, und sie spielen eine entscheidende Rolle bei Bau- und Sanierungsarbeiten, wie etwa bei Fassadenanstrichen, Dachdeckungen oder sogar bei der Sanierung von Kirchtürmen, wie eppingen.org berichtet.
Aber das ist noch nicht alles: Ein erfahrener Geselle kann sich auf etwa 225 Euro mehr im Monat freuen. Und auch die Lehrlinge profitieren: Die Ausbildungsvergütung startet nun bei 1.125 Euro monatlich und steigt mit jedem Jahr an. Im zweiten Jahr sind es dann 1.300 Euro und im dritten Jahr sogar 1.550 Euro. Diese Anhebung hat das klare Ziel, die Attraktivität des Berufes zu steigern und den Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Ein Blick auf die Baukonjunktur
Die positiven Entwicklungen im Lohnsektor sind nicht isoliert zu betrachten. Die Bauindustrie hat seit 2010 von einer erfreulichen Auftragslage profitiert. Die Löhne in der Branche haben im Westen Deutschlands von 2010 bis 2024 im Durchschnitt um 41,4 Prozent zugelegt, während die neuen Bundesländer sogar eine Steigerung von 53,0 Prozent verzeichneten, so die Bauindustrie. Trotz der Herausforderungen der vergangenen Jahre, wird nach wie vor viel Wert auf die Gehälter gelegt. Tariflöhne und -gehälter stiegen in Westdeutschland im Jahresdurchschnitt um etwa 2,5 Prozent.
Diese Entwicklungen sind umso wichtiger, wenn man bedenkt, dass hohe Inflationsraten in den Jahren 2022 und 2023 die realen Einkommen der Beschäftigten verringerten. Umso erfreulicher ist die geplante weitere Erhöhung der Löhne im Herbst 2026. Zudem wird der Mindestlohn für die Branche ab Januar 2026 auf 14,35 Euro pro Stunde angehoben. Ein kleiner, aber bedeutender Schritt, der für viele eine große Erleichterung darstellen könnte.
Zukunft des Gerüstbaus
Die anhaltende Investition in die Ausbildungsvergütung ist ein Zeichen für das langfristige Engagement der Branche. Die Angleichung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zwischen den alten und neuen Bundesländern wird zum 1. April 2026 stattfinden, was zur weiteren Stabilität in der Branche beitragen könnte. Hier zeigt sich, dass die Zeit für Gerüstbauer und angehende Fachkräfte günstig ist – vielleicht der perfekte Moment, um in einem so wichtigen Handwerk Fuß zu fassen.
Ob unter widrigen Wetterbedingungen oder bei anspruchsvollen Höhenarbeiten, die Gerüstbauer schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Bauprojekte sicher und effizient umgesetzt werden können. Es bleibt spannend, wie sich die Branche in den kommenden Jahren entwickeln wird – eines steht fest: Der Beruf hat einiges zu bieten!