Am Freitagmorgen, den 13. Februar 2026, sorgte ein 33-jähriger Mann in der Innenstadt von Mosbach für Aufregung. Der als Randalierer bekannte Bürger war stark betrunken und schrie lautstark, was zahlreiche Anrufe von besorgten Bürgern bei der Polizei zur Folge hatte. Ab 9 Uhr meldeten sich immer wieder Anrufer, die von der störenden Person berichteten, was die Polizei zu ersten Maßnahmen veranlasste. Diese versuchte zunächst, deeskalierend auf den Mann einzuwirken und ermahnte ihn, sich zu beruhigen. Doch der 33-Jährige hielt sich nicht an die Anweisungen der Beamten und sorgte weiterhin für Unruhe.
Gegen 11:40 Uhr gingen weitere Anrufe bei der Polizei ein, diesmal aus der Bachmühle, wo der Randalierer erneut in Erscheinung trat und sich kampfbereit zeigte. In Anbetracht der Situation sah sich die Polizei gezwungen, den Mann unter Zwang in Gewahrsam zu nehmen. Interessanterweise solidarisierte sich ein Senior mit dem Störer und erhielt hierfür einen Platzverweis. Der Betrunkene wurde schließlich zum Polizeirevier gebracht, wo er seinen Rausch bis zum nächsten Morgen ausschlafen musste. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass der Mann am Vormittag bereits Konflikte mit Laden-, Kiosk- und Kneipenbesitzern verursacht hatte (Stimme.de, Meine-News.de).
Deeskalation im Polizeieinsatz
Die Vorgehensweise der Polizei in Mosbach wirft Fragen zur Deeskalation auf, einem zentralen Thema in der modernen Polizeiarbeit. Laut einer Publikation über die psychologischen Grundlagen der Deeskalation, die von Benjamin Zaiser und Kollegen verfasst wurde, erwartet die Gesellschaft von der Polizei, dass sie Maßnahmen mit den geringsten Grundrechtseingriffen ergreift. Der ethische Imperativ der Polizeiarbeit erfordert daher eine Verpflichtung zur Deeskalation. Dies bedeutet, dass Polizeivollzugsbeamte über Grundkenntnisse in Konfliktdynamik sowie über Kommunikationsfähigkeiten verfügen müssen, um effektiv auf solche Situationen reagieren zu können (DSHS Köln).
Ein wichtiger Aspekt der Deeskalation ist die Kommunikation, die sowohl verbal als auch nonverbal erfolgt. Mangelnde Abstimmung zwischen diesen Ebenen kann die Deeskalation erschweren. Daher ist es entscheidend, dass die Beamten eine deeskalationsfördernde innere Einstellung entwickeln und entsprechende Strategien im Training erlernen. In Anbetracht der Ereignisse in Mosbach wird deutlich, wie wichtig diese Aspekte in der Praxis sind, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.