Wie steigert man die Freude über einen Besuch im Karlsruher Zoo? Indem man die Kattas willkommen heißt! Am 4. Dezember 2025 wurde im Karlsruher Zoo das Richtfest für die neue Katta-Anlage gefeiert, ein bedeutendes Ereignis für Tierfreunde und Zoobesucher. Nach mehreren Umplanungen und einem kurzen Baustopp – der die Geburt der kleinen Eisbärin Mika zum Schutz der trächtigen Nuka berücksichtigte – nimmt das Projekt nun endlich Gestalt an. Der Spatenstich für die Katta-Anlage fand bereits im Dezember 2022 statt und die Bauarbeiten konnten nach der Unterbrechung im November 2024 im März 2025 wieder aufgenommen werden, wie ka-news.de berichtet.
Mit Kosten von 1,5 Millionen Euro ist diese Katta-Anlage das größte Projekt des Fördervereins Zoofreunde Karlsruhe. Dank einer überwältigenden Spendenbereitschaft, besonders nach einem verheerenden Brand im Streichelzoo vor 15 Jahren, konnte dieses Vorhaben finanziell gesichert werden. Gisela Fischer, die 1. Vorsitzende der Zoofreunde Karlsruhe, hebt hervor, wie wichtig der Zoo für die örtliche Gemeinschaft ist und freut sich über den Fortschritt des Projekts. Eine Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Einkele Informationen zur Katta-Anlage
Was können die Besucher im neuen Katta-Bereich erwarten? Das Besondere an dieser Anlage ist der direkte Kontakt zwischen Besuchern und den Kattas, den Lemuren aus Madagaskar. Geplant ist eine begehbare Insel auf dem Ludwigsee, die durch einen Steg zugänglich gemacht wird. So können Groß und Klein die lustigen Tiere hautnah erleben. Den kreativen Entwurf der begehbaren Insel haben Studierende der Fakultät für Architektur am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erarbeitet. Hierbei gab es einen Wettbewerb mit insgesamt neun Teams, der von Dekan Dirk E. Hebel geleitet wurde. Die Gewinner, Natascha Steiner und Fee Keppeler, wurden mit 500 Euro belohnt, gefolgt von Sonja Bauer und Katharina Schmitt mit 300 Euro und Stephanya Büchel und David Heyer mit 200 Euro für die Plätze zwei und drei.
Um das Projekt weiterhin zu fördern, sind die Zoofreunde Karlsruhe auf Spenden angewiesen. Außerdem können Tierpatenschaften für die Kattas übernommen werden, was eine direkte Unterstützung für die Umgestaltung der neuen Anlage darstellt. Gisela Fischer betont, wie wichtig innovative Ideen zur Planung sind und dass weitere Schritte in enger Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgen werden. Denn die Kattas werden künftig rund 20-mal mehr Platz haben als bisher im Affenhaus, was ihre Lebensqualität erheblich steigert. Dieser Schritt ist nicht nur für den Zoo wichtig, sondern auch für den Artenschutz, denn Kattas gehören laut IUCN zu den stark gefährdeten Arten.
Die Vorfreude auf die neue Katta-Anlage zeigt, wie sehr der Zoo in der Herzen der Kölner Bürger verankert ist. Wer mehr über das Projekt erfahren oder selbst einen Teil zur Realisierung beitragen möchte, findet alle Informationen unter zoofreunde-karlsruhe.de.