In einer überraschenden Wendung hat die Mocopinus GmbH & Co. KG Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Laut einem Bericht von Merkur wurde der Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren heute beim Amtsgericht Ulm eingereicht. Das Unternehmen, das 1865 als Sägewerk gegründet wurde, hat sich zu einem der führenden Industriehobelwerke Europas entwickelt und hat seinen Hauptsitz in Ulm sowie Produktionsstandorte in Karlsruhe und Ammelsheim.
Bei Mocopinus sind insgesamt 270 Mitarbeiter beschäftigt, davon 180 in Karlsruhe, 60 in Ammelsheim und 30 in Ulm. Trotz der Insolvenz wird der Geschäftsbetrieb an allen Standorten fortgeführt, und Kundenaufträge sowie Lieferbeziehungen bleiben bestehen. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind für die nächsten drei Monate durch Insolvenzgeld abgesichert.
Hintergründe der Insolvenz
Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig. Ansprechpartner und CEO Ulrich Braig hebt hervor, dass vor allem die stark rückläufigen Bauaktivitäten, gesunkene Wohnbaugenehmigungen sowie der Wegfall der sibirischen Lärche infolge des Ukraine-Kriegs zur aktuellen Situation geführt haben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, sich zukunftssicher aufzustellen: „Es liegt uns am Herzen, den Sanierungsprozess aktiv im Interesse aller Beteiligten zu gestalten“, so Braig.
Unterstützt wird der Sanierungsprozess von Sachverwalter Georg Jakob Stemshorn und Rechtsanwalt Stephan Strumpf. Geplante Schritte umfassen die Refinanzierung sowie die Entwicklung strategischer Optionen, wozu auch die Prüfung einer möglichen Investorenlösung zählt.
Wichtige rechtliche Hinweise
Die Landesjustizverwaltungen und das Bundesministerium der Justiz raten, bei Unsicherheiten das zuständige Gericht zu kontaktieren, um Missverständnisse zu vermeiden. „Gerichte fordern niemals telefonisch zur Zahlung auf“, betonen die Behörden. Bei Zweifelsfragen sollte man immer die entsprechenden justiziellen Kontakte nutzen.
Die Zukunft von Mocopinus bleibt somit spannend, und alle Beteiligten hoffen auf eine positive Wende im Sanierungsprozess. Für aktuelle Informationen lohnt sich ein Blick auf der-indat.de, wo weitere Details zu Unternehmensinsolvenzen und deren Entwicklungen bereitgestellt werden