In Karlsruhe-Rüppurr beginnen am 12. Juli 2025 umfassende Sanierungsarbeiten auf der Landesstraße L561. Der betroffene Abschnitt, der etwa 500 Meter lang ist, wird bis voraussichtlich 6. September 2025 voll gesperrt. Die Maßnahme hat das Ziel, die Fahrbahndecke zwischen der Herrenalber Straße/Battstraße und der Autobahnanschlussstelle 5 Ettlingen zu erneuern. Dabei wird auch der Radweg in Fahrtrichtung Ettlingen ausgebaut – ein Vorhaben, das auf einem Verkehrsversuch aus dem Jahr 2022 basiert. Der Umbau sieht vor, dass ein Fahrstreifen für Autos zugunsten eines breiteren Rad- und Fußweges reduziert wird.
Besonders für die Verkehrsteilnehmer wird es aufgrund der Vollsperrung einige Umleitungen geben. Wer in Richtung Karlsruher Zentrum oder Durlach unterwegs ist, muss über die B3, L605 und die Südtangente ausweichen. Dennoch können Autofahrer in Richtung Ettlingen eine Fahrspur nutzen. Positiv zu vermerken ist, dass die Auffahrt zur A5 weiterhin unberührt bleibt und die Nutzung der Bundesautobahn in Richtung Basel und Frankfurt uneingeschränkt möglich ist.
Sanierung der Fußgängerbrücke
Ein weiterer Teil der Baumaßnahme betrifft die Fußgängerbrücke an der Kreuzung Herrenalber Straße/Battstraße. Diese wird ebenfalls saniert und während der gesamten Bauzeit vollständig gesperrt. Während der Arbeiten sind zudem temporäre nächtliche Vollsperrungen der L561 unterhalb der Brücke vorgesehen, was für zusätzliche Einschränkungen im Verkehrsfluss sorgen könnte.
Die Sanierungsarbeiten sind nicht nur wichtig, um die Straßenverkehrssicherheit zu erhöhen, sondern auch um den Rad- und Fußgängerverkehr zu fördern. Die Stadt Karlsruhe investiert dafür insgesamt rund 650.000 Euro, wovon 30.000 Euro von den Stadtwerken Karlsruhe und 160.000 Euro von der Stadt selbst getragen werden. Diese Investitionen stehen im Einklang mit einem übergeordneten Ziel: den Straßenbau, der in Deutschland im Jahr 2023 einen Umsatz von über 13 Milliarden Euro erwirtschaftete, weiter voranzutreiben. Besonders der Ausbau von Rad- und Fußwegen nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.
Hintergrundinformationen
Der Straßenbau ist der bedeutendste Sektor im Tiefbau und wird durch notwendige Investitionen stetig gefördert. Während in den letzten Jahren ein Anstieg des Umsatzes zu verzeichnen war, wird jedoch ein Rückgang um knapp zwei Milliarden Euro im Jahr 2023 festgestellt. Trotz dieser Rückschläge bleibt der Straßenbau weiterhin ein zentraler Aspekt der Infrastrukturentwicklung in Deutschland.
Im Rahmen der L561-Sanierung wird sich sicherlich einiges bewegen. Klar ist, dass mit einer guten Planung und überlegten Baumaßnahmen der Straßenverkehr in Karlsruhe-Rüppurr künftig sicherer und komfortabler gestaltet werden kann. Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer dürfen gespannt auf die Entwicklungen folgen.
Für weitere Details zu dem Projekt besuchen Sie bitte die Berichterstattung von bnn.de und rp.baden-wuerttemberg.de. Außerdem finden Sie interessante Zahlen zum Thema auf statista.com.