Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm. Laut Informationen von ka-news.de ist die wachsende Impfskepsis einer der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit. Die Direktorin der WHO-Impfabteilung, Kate O’Brien, äußert sich besorgt über die Verbreitung von Fehlinformationen rund um Impfungen. Diese Desinformation hat dazu geführt, dass in vielen Regionen der Welt Impfquoten rückläufig sind und der Zugang zu lebensrettenden Impfungen erschwert wird.

Ein alarmierendes Beispiel findet sich in den Rückmeldungen zur Impfprogrammpolitik, wo Entwicklungshilfen für Impfkampagnen stark sinken. Im Jahr 2022 haben weltweit 14,3 Millionen Kinder im ersten Lebensjahr keine Impfungen erhalten. Dies bedeute einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 14,4 Millionen waren. Politische Führer müssten daher gefordert werden, um das Vertrauen in Impfstoffe wiederzugewinnen.

Globale Herausforderungen

Die Situation wird zusätzlich durch Konflikte und schwierig erreichbare Regionen verschärft. Das WHO-Regionalbüro für Europa und UNICEF warnen vor den خلفتين durch Nachlässigkeit beim Impfen, die vor allem die Gesundheit von Kindern gefährden. Im Jahr 2024 erlebten 60 Länder signifikante Masern-Ausbrüche, was mehr als doppelt so vielen wie 2022 entspricht. Statistiken zeigen, dass weltweit 30 Millionen Kinder nicht ausreichend gegen Masern geschützt sind. Damit einhergehend ist eine Impfquote von mindestens 95 Prozent erforderlich, um Ausbrüche zu verhindern.

Die WHO teilt auch mit, dass schätzungsweise über 107.000 Todesfälle durch Masern im Jahr 2023 verzeichnet wurden. In Europa stiegen die Erkrankungen an Keuchhusten und Masern drastisch an, wobei nahezu 300.000 Menschen an Keuchhusten erkrankten und mehr als 125.000 an Masern. Dies stellt eine Verdreifachung der Fälle im Vergleich zum Vorjahr dar, was die Schwere der Lage verdeutlicht.

Finanzierungsengpässe und Risikofaktoren

Anlässlich der Weltimpfwoche haben auch UNICEF, unicef.ch und Gavi auf die sinkenden globalen Impfquoten hingewiesen. Es wird zunehmend Druck auf die weltweiten Impfungen festgestellt, und die Finanzierung von Impfprogrammen könnte in naher Zukunft weitere Rückschritte hinnehmen. Experten führen den Anstieg zahlreicher impfpräventabler Krankheiten auf humanitäre Krisen, Fehlinformationen und wachsendes Bevölkerungswachstum zurück. Dabei nehmen die Fälle von Diphtherie und Meningitis dramatisch zu, was ein Umdenken in der globalen Gesundheitspolitik erforderlich macht.

Die WHO schätzt, dass bis zu 1,5 Millionen Todesfälle durch Impfungen verhindert werden könnten. Trotz dieser Tatsache gibt es eine zunehmende Skepsis gegenüber Impfungen, die oft auf falschen Informationen und unbegründeten Ängsten fußt. Behandelt wird unter anderem die langanhaltende Fehlinformation, die in den letzten zwei Jahrzehnten die HPV-Immunisierungsrate in Japan ins Wanken brachte. Der Anteil geimpfter Mädchen fiel drastisch, nachdem das japanische Gesundheitsministerium die HPV-Impfung aus dem Impfplan nahm.

Zukunftsaussichten und Handlungsbedarf

Die globale Gemeinschaft, insbesondere die Politiker, müssen geschlossen gegen die wachsende Impfskepsis vorgehen und in die Stärkung der Gesundheitssysteme investieren. UNICEF und die WHO fordern nachhaltige Investitionen, um die Erfolge der letzten Jahrzehnte nicht zu gefährden. Ihr Plan ist es, beim Gebergipfel im Juni 2025 mindestens neun Milliarden US-Dollar einzuwerben, um 500 Millionen Kinder zu immunisieren und somit viele Leben zu retten. Der Einsatz von Impfstoffen hat in den letzten fünf Jahrzehnten über 150 Millionen Menschenleben gerettet, das sollte für uns alle Ansporn genug sein.