Die neue Biathlon-Saison hat gerade erst begonnen, doch für Niklas Hartweg aus der Schweiz geht es alles andere als rund. Der talentierte 25-Jährige startet zäh in den Wettkampf, da ihn gesundheitliche Rückschläge plagen. Krankheitsbedingt musste er die Staffeln beim Weltcup-Auftakt in Östersund auslassen. Hartweg plant jedoch optimistisch, pünktlich für das Einzel am Mittwoch bereit zu sein, trotz eines schwierigen Sommers mit mehreren Krankheitsausfällen. „Es ist bedauerlich, vor einer Olympiasaison nicht in Topform zu starten“, sagt er.

Seine gesundheitlichen Probleme begannen bereits im Sommer, als er nach einem Mountainbike-Unfall im Juni 2024 mit mehreren Bänderrissen in der rechten Schulter diagnostiziert wurde. Diese Verletzung ist für einen Biathleten von zentraler Bedeutung, da sie sowohl für das Schießen als auch für die Stabilität beim Skifahren unerlässlich ist. Hartweg kämpfte sich durch eine lange Regenerationszeit und zeigte große Resilienz. Nur zwei Tage nach der Operation startete er mit dem Training, um sein Ziel zum Weltcup-Start am 30. November in Kontiolahti nicht aus den Augen zu verlieren, wobei sein Hauptfokus auf der Heim-Weltmeisterschaft im Februar 2025 in Lenzerheide liegt, wo er mit Medaillenambitionen antritt Davoser Zeitung und Merkur.

Mentale Herausforderungen im Biathlon

Während Hartweg mit physischen Herausforderungen zu kämpfen hat, ist auch die mentale Komponente des Biathlons ein Thema, das nicht unterschätzt werden sollte. Bei einem kürzlichen Netzwerktreffen der Sportpsychologen in Berlin wurde die Bedeutung der mentalen Stabilität diskutiert, insbesondere im Kontext des Biathlons. Die Teilnehmer waren sich einig, dass individuelle Schwierigkeiten, insbesondere die Angst vor dem Schießstand, häufig zu schwächeren Leistungen führen können Die Sportpsychologen.

Laura Dahlmeier, ehemalige Biathletin und ZDF-Expertin, schlug vor, die Freude am Biathlonsport wiederherzustellen und maßgeschneiderte Lösungen für die psychologischen Herausforderungen der Athleten zu entwickeln. „Mentales Training sollte ein integraler Bestandteil der Saisonvorbereitung sein“, betonte sie und fügte hinzu, dass die Schaffung von Erfolgserlebnissen entscheidend ist, um Druck zu reduzieren und die Leistung zu steigern.

Ein Blick auf die Zukunft

Trotz der schwierigen Umstände ist Hartweg voller Hoffnung. Er vertraut darauf, die Form, die ihn im letzten Winter auf das Podest brachte, wiederzuerlangen. „Es gibt viele Faktoren, die im Biathlon gleichzeitig funktionieren müssen“, erklärt er. Hartweg zieht auch Kraft aus der letzten WM in Lenzerheide, wo ihm ein Fehlschuss eine Medaille kostete, und glaubt, sein Wettkampfglück für die Olympischen Spiele aufbewahrt zu haben.

Die nächsten Wochen sind entscheidend für seine weitere Vorbereitung. Hartweg ist sich der Herausforderungen bewusst, doch er hat festes Vertrauen in seine Fähigkeiten und blickt gespannt auf die kommenden Wettkämpfe. „Es liegt noch viel Arbeit vor mir, aber ich habe die Motivation, mein Bestes zu geben und um Medaillen zu kämpfen“, sagt er abschließend.