Klinik-Zukunft gesichert: Herz-Zentrum Konstanz wird übernommen!

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Das Herz-Zentrum Bodensee in Konstanz meldet Insolvenz an. Informationen zur Übernahme durch den GLKN und Auswirkungen auf Patienten.

Das Herz-Zentrum Bodensee in Konstanz meldet Insolvenz an. Informationen zur Übernahme durch den GLKN und Auswirkungen auf Patienten.
Das Herz-Zentrum Bodensee in Konstanz meldet Insolvenz an. Informationen zur Übernahme durch den GLKN und Auswirkungen auf Patienten.

Klinik-Zukunft gesichert: Herz-Zentrum Konstanz wird übernommen!

In einem echten Lichtblick für die Herzpatienten am Bodensee gibt es positive Nachrichten aus dem Herz-Zentrum in Konstanz. Trotz der kürzlich bekannt gegebenen Zahlungsunfähigkeit des medizinischen Hauses, wird der Klinikbetrieb vollständig aufrechterhalten. Wie die Südkurier berichtet, hat das Land Baden-Württemberg dem Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) die Übernahme von Planbetten der insolventen Klinik erlaubt. Damit können die Patienten weiterhin die benötigten Leistungen erhalten.

Die Insolvenzmeldung erfolgte, während die Gespräche über die Übernahme noch in vollem Gange waren. „Die Insolvenz kam eher überraschend für uns“, so ein Sprecher des GLKN, denn die Gesundheitseinrichtung bietet Tradition und eine wichtige Rolle in der regionalen Versorgung. Geplant ist die Integration des Herz-Zentrums mit einem Antrag auf Übernahme von 21 Planbetten. Der GLKN steuert bereits die Krankenhäuser in Konstanz und Singen und sieht sich als Retter für die betroffenen Patienten und Mitarbeiter.

Gesicherte Patientenversorgung

Die Patientenversorgung bleibt laut den Verantwortlichen gesichert. So sind die geplanten Operationen nicht in Gefahr, und die Gehälter der Angestellten sind bis Ende September durch Insolvenzgeld abgesichert. Für das Herz-Zentrum Bodensee, das in den 90er-Jahren eröffnet wurde und über 54 Betten sowie zwei Operationssäle verfügt, ist dies eine kritische Phase. Jährlich werden hier knapp 2.900 stationäre und etwa 3.000 ambulante Patienten behandelt.

Die Integration des Herz-Zentrums in die Struktur des GLKN wird hingegen mit klaren Sanierungszielen und einer realistischen Leistungsplanung angegangen. Das Ziel ist mehr als nur eine bloße Übernahme – es geht darum, eine drohende regionale Versorgungslücke zu schließen, die sowohl für Patienten als auch für die Beschäftigten eine erhebliche Zäsur darstellen könnte. Künftig soll auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einrichtungen optimiert werden, um eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen.

Ein Blick in die Zukunft

Der Kreistag in Konstanz hat der Übernahme bereits zugestimmt. Damit liegt der Ball jetzt beim Insolvenzverwalter, der die weiteren Gespräche führen wird. Sicher ist, dass das Gesundheitssystem auch hier im Umbruch ist und die Verantwortlichen keine Risiken eingehen möchten. Eine Verzögerung könnte die bereits angespannte Lage für die Bevölkerung weiter verschärfen.

Insgesamt zeigt sich, dass sich hinter der Insolvenz des Herz-Zentrums, so dramatisch sie auf den ersten Blick auch erscheint, Chancen für eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung verbergen. Ob und wann diese Chancen realisiert werden können, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die Lichter im Herz-Zentrum Bodensee gehen nicht aus, und die Hoffnung bleibt, dass alle Beteiligten ein gutes Händchen haben werden bei der Bewältigung dieser Herausforderung.