Die Schwenninger Wild Wings haben aktuell mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu kämpfen. Mit 34 Punkten belegen sie den 8. Platz, aber die zuletzt gezeigten Leistungen lassen Raum für Verbesserung. Die Wild Wings mussten am Mittwoch eine hauchdünne Niederlage gegen die Dresdner Eislöwen hinnehmen, bei der sie mit 3:4 nach Verlängerung den Kürzeren zogen. Besonders enttäuschend für die Mannschaft war der Umstand, dass Torwart Joacim Eriksson geschont wurde und das Team mit nur neun ausländischen Feldspielern antreten musste. Austin Ortega sicherte den Eislöwen den Sieg mit dem entscheidenden Treffer in der Verlängerung, und Trainer Phil Hungerecker zeigte sich sichtlich unzufrieden mit der Leistung seines Teams gegen den Tabellenletzten, die man in den beiden vorherigen Begegnungen noch für sich entscheiden konnte.
Am Freitag konnte die Stimmung dann wieder gedreht werden: Die Wild Wings bezwangen die Straubing Tigers mit 4:1 vor 4774 Zuschauern. Alexander Karachun und Eric Martinsson sorgten schnell für eine komfortable 2:0-Führung, und Tyson Spink rundete die Party mit weiteren zwei Toren ab. Trainer Steve Walker lobte die Leistung der Mannschaft, insbesondere das Powerplay, das diesmal gut funktionierte.
Schwierige Herausforderungen
Doch das Comeback war nur von kurzer Dauer: Am Sonntag folgte die Niederlage gegen die Kölner Haie, die stark mit 4:1 ausfiel. In diesem Spiel ließ Walker den überzähligen Ausländer Tim Gettinger nicht zum Einsatz kommen, was schon in der ersten Halbzeit nicht die besten Vorzeichen für die Wild Wings schuf. Köln ging früh in Führung, und trotz des Anschlusstreffers von Tylor Spink blieb das Team vor 18289 Zuschauern unter seinen Erwartungen. Spieler wie Dominik Bokk und Patrick Russell schraubten den Punktestand dann nach oben, und der Wechsel von Joacim Eriksson zu Michael Bitzer in den letzten 20 Minuten konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.
Eric Martinsson machte in den anschließenden Analysen deutlich, dass nur eine konstant gute Leistung des Teams zum Erfolg führen kann. Auch Stürmer Jordan Szwarz sprach diplomatisch über die vielen verhängten Strafen und das Kölner Powerplay, das die Wild Wings wirklich vor Herausforderungen stellte. Steve Walker, der nach der Partie verärgert wirkte, stellte klar, dass härtere Arbeit in allen Bereichen nötig sei, um die nötige Konstanz zu erreichen. Ein Umdenken auf dem Eis und harte Trainingseinheiten stehen also auf der Agenda.
Blick voraus
Vor dem nächsten Duell gegen die Ice Tigers aus Nürnberg – die aktuell auf dem 11. Platz mit 29 Punkten ruhen – hat Walker bereits Respekt geäußert. Die Ice Tigers kommen gestärkt aus dem Wochenende mit zwei Siegen im Gepäck und möchten diesen Lauf gegen die Wild Wings fortsetzen. Dazu gesellen sich einige verletzte Schlüsselspieler in den Reihen der Nürnberger. Wil Graber, Constantin Braun und Roman Kechter fallen aus, und Samuel Dove-McFalls ist zudem gesperrt.
Die Wild Wings reisen am Montag nach Ingolstadt, um sich auf das bevorstehende Spiel am Dienstag vorzubereiten. Positiv ist, dass Dominik Bittner möglicherweise nach seiner Verletzung ins Line-up zurückkehren könnte, was dem Team frischen Wind geben würde.
Es bleibt also spannend, ob die Schwenninger Wild Wings die Wende schaffen können und gegen die Ice Tigers die Punkte holen, die für die angestrebte Platzierung in den Playoffs unerlässlich sind. Weitere Updates und Analysen folgen auf der Webseite des Schwarzwälder Boten und der Schwäbischen.