Am 19. Februar 2026 startet in Deutschland der neue Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“, produziert von der Konstanzer Produzentin Katrin Renz in Zusammenarbeit mit der Schweizer Filmproduktionsfirma Tellfilm. Der Film wird auch in unserer schönen Stadt Konstanz zu sehen sein und verspricht ein eindrucksvolles Erlebnis für Liebhaber des Sozialdramas. In einem überwiegend in Schwarz-Weiß gedrehten Format, gespickt mit schwarzem Humor, entführt uns der Regisseur Nicolas Steiner, der hier sein Spielfilmdebüt gibt, in die surreale Welt des Hugo Dworak, gespielt von Karl Markovics. Dieser wird von einem fiktiven Amt gezwungen, an einem kreativen Schreibkurs teilzunehmen, um seine Wohnung zu behalten. Unterstützung erhält er von Lena, dargestellt von Luna Wedler.

Der Film bietet nicht nur eine fesselnde Handlung, sondern enthält auch absurde und surreale Szenen, wie etwa einen Mann, der „Pissbomben“ aus dem Fenster wirft. Solche grotesken Elemente sind charakteristisch für den surrealistischen Film, der als Manifestation der künstlerischen Bewegung des Surrealismus gilt. Diese filmischen Werke beschäftigen sich häufig mit irrationalen Aspekten von Traum und Unbewusstem, beeinflusst von Freuds Psychoanalyse. Besonders bemerkenswerte Beispiele dieser Bewegung sind „Ein andalusischer Hund“ und „Das goldene Zeitalter“, die beide durch die Zusammenarbeit von Salvador Dalí und Luis Buñuel entstanden sind.

Surrealismus im Film

Die surrealistischen Filme zeichnen sich durch groteske und exzessive Elemente aus. Oft fehlt jedoch das Element des unbewussten, „automatischen“ Gestaltens. In diesem Zusammenhang ist auch der Film „La Coquille et le Clergyman“ von Germaine Dulac zu erwähnen, der 1928 nach einem Drehbuch von Antonin Artaud gedreht wurde. Surrealistische Ideen wurden ebenfalls von Filmemachern wie Man Ray in ihren Werken umgesetzt. In der heutigen Zeit finden sich surrealistische Momente auch in Filmen von Regisseuren wie David Lynch, der für seine traumhaften und oft verwirrenden Erzählstrukturen bekannt ist.

Die Themen des Films „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ sind nicht nur unterhaltsam, sondern thematisieren auch existenzielle Einsamkeit und den inneren Konflikt der Hauptfiguren. Diese tiefgründigen Elemente könnten dazu beitragen, dass der Film bei den kommenden Schweizer Filmpreisen 2026 für mehrere Auszeichnungen nominiert wird, unter anderem für die beste Darstellerin (Luna Wedler) und die beste Montage (Kaya Inan).

Ein Blick in die Zukunft

Die Premiere des Films wird im Juni 2025 beim Internationalen Filmfestival Shanghai stattfinden, wo er für die beste Kamera ausgezeichnet werden könnte, die von Markus Nestroy eingefangen wurde. Am 27. Februar wird der Film im Cinestar Konstanz vorgestellt, und sowohl die Produzentin als auch die Hauptdarstellerin werden vor Ort sein, um Fragen des Publikums zu beantworten.

In Anbetracht der kulturellen Relevanz des Films und seiner surrealistischen Elemente lässt sich feststellen, dass der Einfluss des Surrealismus nicht nur in den Klassikern des Genres, sondern auch in zeitgenössischen Produktionen wie „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ spürbar ist. Der surrealistische Film hat sich als eine zeitlose Ausdrucksform etabliert, die weiterhin Filmemacher inspiriert und das Publikum herausfordert. Dies wird auch in der Publikation „Surrealismus und Film: Von Fellini bis Lynch“ deutlich, die sich intensiv mit der Entwicklung des Surrealismus im Film auseinandersetzt und 2015 im transcript Verlag veröffentlicht wurde.

Für alle, die Interesse an einem Film haben, der sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt, ist „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ ein absolutes Muss. Die Verbindung von surrealistischen Elementen mit einer tiefgründigen Handlung könnte sich als einzigartiges Erlebnis im Kino herausstellen.