Hebammen-Netzwerk Lörrach feiert 10 Jahre erfolgreiche Hilfe für Familien!
Das Hebammen-Netzwerk Lörrach feiert sein 10-jähriges Bestehen, betont den Austausch und Herausforderungen in der Hebammenarbeit.

Hebammen-Netzwerk Lörrach feiert 10 Jahre erfolgreiche Hilfe für Familien!
Am 9. November 2025 feierte das Hebammen-Netzwerk Lörrach in der Kirche im Quadrat ein wichtiges Jubiläum: Zehn Jahre engagierte Arbeit für werdende Eltern und junge Familien. 2015 gegründet, hat sich das Netzwerk mittlerweile auf etwa 40 Mitglieder erweitert. Zwei Kolleginnen sind zwar in den Ruhestand gegangen, jedoch konnten mit zwei neuen Hebammen wertvolle Verstärkung gewonnen werden. Die Feier stand unter dem Motto: „Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Dieses Leitmotiv ist nicht nur ein schöner Spruch, sondern spiegelt das tägliche Bestreben der Hebammen wider.
Die Bedeutung des persönlichen Austausches und der Fort- und Weiterbildung wurde besonders während der Corona-Pandemie deutlich. Diese Erfahrung führte dazu, dass die Zehn-Jahres-Feier auch als Plattform diente, um sich mit Netzwerkpartnern, Wohlfahrtsverbänden, der Geburtsklinik und dem Landratsamt auszutauschen. Gerhard Rasch, Fachbereichsleiter für Jugend und Familie, überbrachte die Grüße der Landrätin und lobte die engagierte Gemeinschaft der Hebammen. Michael Bohlmann, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, äußerte Bedenken über die zunehmend schwierige Suche nach Hebammen, mit der schwangere Frauen konfrontiert sind.
Wichtigkeit der Hebammenhilfe
Claudia Voitl, eine der wenigen Familienhebammen im Landkreis, hat sich auf die Unterstützung von werdenden Eltern sowie Familien mit Kleinkindern bis zu drei Jahren spezialisiert. Sie kritisierte die mangelnde Lobby für die Hebammen und wünschte sich mehr Rückhalt von der älteren Generation. Ein derzeit heiß diskutiertes Thema ist der neue Hebammenhilfevertrag, der seit dem 1. August 2007 in Kraft ist und zwischen den Hebammenverbänden und dem GKV-Spitzenverband abgeschlossen wurde. Dieser Vertrag regelt die Voraussetzungen für freiberufliche Hebammen zur Erbringung von Leistungen und deren Abrechnung mit Krankenkassen. Ein Beitritt zum Hebammenhilfe-Vertrag ist Voraussetzung für die Abrechnung, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.
In einer Zeit, in der die öffentliche Gesundheit und die Qualität der geburtshilflichen Versorgung immer wichtiger werden, zeigt der Sicherstellungszuschlag, dass man auf die steigenden Kosten der Berufshaftpflichtversicherung reagiert. Annika Lohse, die zweite Vorsitzende des Netzwerks, berichtet stolz, dass sie innerhalb eines Monats sechs Hausgeburten betreut hat und damit ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Arbeit genießt. Gleichzeitig bringen die neuen Regelungen auch Nachteile für Beleghebammen mit sich, die in Kliniken tätig sind.
Das Hebammen-Netzwerk Lörrach steht sinnbildlich für die Notwendigkeit, dass Hebammen durch ihre Verbände stark vertreten sind und man gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anpacken muss. Auf die Frage, wie man die Stellung der Hebammen im Alltag stärken kann, wird die Antwort klar: Durch mehr Unterstützung, Wertschätzung und eine starke Gemeinschaft.
Wie ein roter Faden durch alle Gespräche und Austauschberichte der Jubiläumsfeier zieht sich das Bedürfnis nach Veränderung und Zusammenarbeit. Die Hebammen sind gefragt, in einer Gesellschaft, die weiterhin einen hohen Stellenwert auf die Sicherheit und Gesundheit während der Geburt legt.
Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und Regelungen finden Interessierte auch im Hebammenhilfe-Vertrag, der auf der Website des GKV-Spitzenverbandes detailliert erklärt wird. Eine Suche nach freiberuflichen Hebammen in der Nähe ist zudem problemlos online möglich, was für viele werdende Eltern eine Erleichterung darstellt gkv-spitzenverband.de.