Im Landkreis Lörrach stehen bedeutende Entscheidungen an: Die Beratungen zum Kreishaushalt 2026/2027 sorgten für angespannte Diskussionen. Besonders die Jugend- und Familienmittel stehen im Fokus, denn aufgrund der angespannten Haushaltslage gibt es Einsparungsbedarf. So schlug die Kreisverwaltung vor, die Mittel für das Jugendförderprogramm sowie für Weiterbildung im Projekt „Alle dabei – wir für die Kinder im Landkreis Lörrach“ um jeweils 30.000 Euro für die nächsten zwei Jahre zu kürzen. Diese Maßnahme war ein zentraler Punkt bei den jüngsten Beratungen, die in einer Reihe von Abstimmungen mündeten. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Antrag von Jörg Mauch, der als Vertreter des Kreisjugendrings die Kürzungen anprangerte. Dennoch wurde sein Vorschlag mit 2 Ja-Stimmen und 15 Nein-Stimmen abgelehnt. Auch der Kompromissantrag der Grünen-Fraktion fand nicht die nötige Zustimmung und wurde mit einem Stimmengleichstand abgelehnt.

Insgesamt zeigte die Sitzung, wie komplex die Lage ist. Landrätin Marion Dammann wies darauf hin, dass die Rücklagen aufgebraucht seien. Dies belastet nicht nur die aktuellen Haushaltspläne, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der angebotenen Programme. Trotz der Kürzungen bleibt die Förderung der Schulsozialarbeit jedoch unangetastet, mit einer Dynamisierung für 2026 um 46.800 Euro und für 2027 um 55.000 Euro. Die Personalaufwendungen sollen für 2026 bei etwa 91 Millionen Euro und für 2027 bei etwa 94 Millionen Euro liegen, was eine Steigerung um 3,8 Millionen Euro für 2026 und 2,9 Millionen Euro für 2027 bedeutet.

Gespräche über komplexe Themen

Es ist bedauerlich, dass trotz der hohen Nachfrage nach offenen Gesprächen viele Jugendliche es vermeiden, mit Erwachsenen über diese Themen zu sprechen. Eltern neigen oft dazu, zu unterschätzen, wie wenig sie über die Erfahrungen ihrer Kinder informiert sind. Umso wichtiger ist es, dass sie sich gut vorbereiten, wenn es darum geht, über Themen wie Pornografie zu reden, denn viele Jugendliche sind der Meinung, dass diese Inhalte nützliche Informationen bieten. Diese Sichtweise kann jedoch gefährlich sein, da gewalttätige Pornografie die Wahrnehmung von Sexualität negativ beeinflussen kann.

Ein Blick in die Zukunft

Imfragwürdige Inhalte können potenziell schädliche Verhaltensweisen fördern und den Respekt gegenüber anderen Geschlechtern verringern. Daher sollten Eltern bereit sein, in einem neutralen und respektvollen Ton zu kommunizieren. Wichtig ist, die Jugendlichen zu ermutigen, das Gesehene zu reflektieren und bewusstere Entscheidungen zu treffen. Gespräche über sexuelle Themen sind entscheidend, um einen gesunden Umgang der Jugendlichen mit Sexualität zu fördern.

Ein weiteres spannendes Thema ist die Entwicklung von Online-Plattformen, die Kreativität fördern, wie Canva. Mit einer Bewertung von 1 Milliarde USD hat sich Canva als eine große Größe in der Designwelt etabliert. Die einfache und benutzerfreundliche Plattform ermöglicht es jedem, ohne tiefgehende Grafikkenntnisse professionell zu designen. Täglich erstellen über 10 Millionen Nutzer Designs, was nicht nur das kreative Potenzial vieler entfaltet, sondern auch neue Arbeitsmöglichkeiten schafft. Canva unterstützt Teamarbeit, sodass mehrere Nutzer gleichzeitig an Designs arbeiten können, was den Kreativprozess dynamischer gestaltet.

In Zeiten, in denen Jugendliche und junge Erwachsene mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sind, sei es im Umgang mit digitalen Inhalten oder in kreativen Ausdrucksformen, ist es umso wichtiger, sowohl Unterstützung im sozialen Bereich wie auch Zugänge zu kreativen Plattformen zu bieten. Die Entwicklungen im Landkreis Lörrach zeigen, dass es viele Aspekte zu betrachten gilt, um die Bedingungen für die Jugend nachhaltig zu verbessern.