Die Rheinschule in Friedlingen hatte kürzlich einen ganz besonderen Besuch: Kultusministerin Theresa Schopper stattete der Schule einen Besuch ab, um sich ein Bild von der vorbildlichen Arbeit zu machen. Empfangen wurde sie nicht nur von den Schülern, die den Gästen mit einem einladenden Rap ein herzliches Willkommen bereiteten, sondern auch von Oberbürgermeisterin Diana Stöcker, Thomas Hecht vom Regierungspräsidium Freiburg und der Landtagsabgeordneten Sarah Hagmann. Schopper ließ es sich nicht nehmen, dem engagierten Lehrpersonal und den Betreuern für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken, wobei sie besonders Rektorin Christin Sigwart für ihre Leitung lobte.

Insgesamt unterrichtet die Rheinschule 331 Kinder aus verschiedenen Nationen, die 42 Sprachen sprechen. Hier sind alle Schüler Teil einer bunten Gemeinschaft, wobei kein Kind ohne Migrationshintergrund ist. Deutsch dient dabei als verbindende Sprache. Die Schule bietet 16 Klassen an, darunter auch eine Grundschulförderklasse, und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, darunter Lehrer und Schulsozialarbeiter.

Ein starkes Betreuungsangebot

Besonders hervorzuheben ist das musikalische Engagement der Rheinschule: Jedes Kind hat die Möglichkeit, ein Instrument durch die Musikschule „IGru“ zu lernen. Zudem wird eine Ganztagsbetreuung im innovativen Modell „vier mal acht“ angeboten, das den Schülern vier Tage die Woche jeweils acht Stunden Betreuung ermöglicht. Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben Grundschulkinder einen Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung. Schopper, Hagmann, Hecht und Stöcker waren sich einig, dass an der Rheinschule vorbildliche Arbeit geleistet wird.

Rektorin Sigwart äußerte jedoch auch die Herausforderungen, mit denen die Schule konfrontiert ist. Der Betreuungsbedarf bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen wächst, und sie schlägt vor, die Rheinschule zu einer Inklusionsschule weiterzuentwickeln. In diesem Rahmen wünscht sie sich eine bessere Unterstützung durch Sonderpädagogen. Auch Lehrerin Laura Kraft berichtete von einem hohen Arbeitsaufwand von bis zu 60 Stunden pro Woche, was die Notwendigkeit betont, das Personal weiter zu entlasten und zu verstärken.

Digitale Bildung im Fokus

Um angemessen auf die Bedürfnisse der heutigen Zeit zu reagieren, hat der Landtag von Baden-Württemberg eine Änderung des Schulgesetzes beschlossen, die eine zeitgemäße, datenschutzkonforme digitale Bildung fördern soll. Das Ziel besteht darin, die Digitalisierung in den Unterricht zu integrieren, ohne dabei den Präsenzunterricht aus den Augen zu verlieren. Dazu gehört auch die geplante Unterstützung durch digitale Visualisierungen und die Einbindung von Experten. Theresa Schopper hebt die Bedeutung dieser Maßnahmen hervor, da sie sowohl Kinder, Familien als auch die Wirtschaft stärken sollen.

Die Rheinschule ist somit nicht nur ein Ort der vielfältigen kulturellen Begegnung, sondern auch ein Beispiel für moderne Bildungsansätze. Mit einem starken Fokus auf Ganztagsbetreuung und digitaler Bildung ist die Schulgemeinschaft bereit, den Herausforderungen der Zukunft mit frischem Elan zu begegnen.