Ein besorgniserregender Trend zeichnet sich in der Region Ludwigsburg ab: Gerade in den letzten Tagen gab es in Asperg und Gerlingen zwei Einbrüche, die für hohe Wellen schlagen. In Asperg verschaffte sich ein Unbekannter am Sonntag zwischen 15 und 18 Uhr Zugang zu einem Wohnhaus in der Oberen Hurststraße, indem er ein gekipptes Fenster ausnutzte. Der Dieb stahl Bargeld und Schmuck, dessen Wert sich auf mehrere Tausend Euro beläuft. In der Kupferwiesenstraße in Gerlingen brach ein Täter ebenfalls über ein gekipptes Fenster ein, wobei unklar bleibt, ob er Beute machte. Die Polizei wurde bereits aktiv und sucht Zeugen der Vorfälle. Wer Hinweise hat, kann sich unter den Telefonnummern (07141) 150 01 70 oder (07156) 435 20 an die örtlichen Polizeidienststellen wenden. Zudem betont die Polizei, dass gekippte Fenster als offen gelten und somit ein leichtes Ziel für Einbrecher darstellen.

Doch nicht nur in Ludwigsburg ist Einbruchsalarm angesagt. Auch in Hamburg-Sasel kam es zu einem Vorfall, bei dem ein 79-jähriger Bewohner während seiner Abwesenheit Alarm von seiner Überwachungsanlage erhielt. Laut dem Bericht der Presseportal flüchteten zwei Männer, nachdem sie beim Einbruch in das Einfamilienhaus gestört wurden. Während einer von ihnen festgenommen wurde, konnte der andere entkommen. Ein Diebstahl von Schmuck wurde ebenfalls verzeichnet. Die Polizei rät dringend dazu, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da Einbrüche in Wohngebieten an der Tagesordnung sind.

Einbruchsdaten und Präventionsmaßnahmen

Die Situation ist alarmierend: Laut der Kriminalstatistik 2024 wurden in Deutschland insgesamt 78.436 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert – ein Anstieg von 617 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Im Schnitt findet alle sieben Minuten ein Wohnungseinbruch statt, was zeigt, dass Vorsicht geboten ist. Besonders auffällig ist die hohe Einbruchsraten in städtischen Gebieten: In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegt die Rate bei 24.322 Einbrüchen.

Die Aufklärungsquote für Wohnungseinbrüche ist bisher mit 15,3% relativ niedrig, wobei es wichtig ist, aktiv zu werden. Ein gelungenes Gegenmittel sind präventive Maßnahmen wie einbruchhemmende Türen und Fenster, Bewegungsmelder sowie Alarmanlagen. Die Polizei rät außerdem dazu, Ersatzschlüssel nicht versteckt draußen zu deponieren und auf auffällige Personen in der Nachbarschaft zu achten. Eine kriminologische Beratungsstelle bietet kostenfreie Beratung zu effektiven Einbruchschutzmaßnahmen an und ist eine wertvolle Anlaufstelle für alle, die sich im Hinblick auf Sicherheit und Prävention informieren möchten.

Die wiederholten Einbrüche in der Region und die steigenden Zahlen bundesweit machen klar: Es liegt an uns, unsere Wohnräume besser abzusichern und aufmerksam zu sein. Wer sich fragt, wie man den eigenen Schutz erhöhen kann, sollte die neuesten Tipps und Maßnahmen in Betracht ziehen. Nur so lässt sich dem Einbruchstrend entgegenwirken.