Heute ist der 27.02.2026. In Schwäbisch Hall gibt es einen Wechsel an der Spitze des Staatlichen Hochbauamts: Matthias Chavillier ist der neue Leiter und tritt die Nachfolge von Wilfried Feindura an, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand trat. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett führte Chavillier offiziell in sein Amt ein und bezeichnete ihn als erfahrene Führungskraft mit umfassender Kenntnis des Standorts. Das Staatliche Hochbauamt gehört zum Bundesbau und ist Teil der Landesverwaltung Baden-Württemberg. Es plant und realisiert Bauprojekte im Auftrag des Bundes und hat seinen Sitz an einem von sechs Standorten im Land.
Chavillier hat eine beeindruckende Karriere im Bauwesen hinter sich. Er studierte Gebäudeklimatik an der Hochschule Biberach und schloss sein Studium 2011 mit dem Master of Science ab. Seine berufliche Laufbahn begann er 2011 beim Staatlichen Hochbauamt Ulm und wurde 2013 nach Schwäbisch Hall versetzt. Nach einem Zwischenstopp beim Staatlichen Hochbauamt Stuttgart kehrte er 2023 nach Schwäbisch Hall zurück. Unter der Leitung von Wilfried Feindura wurden bedeutende Bauvorhaben realisiert, darunter das Flugeinsatzgebäude und die neue Sporthalle auf dem Heeresflugplatz Niederstetten sowie der Neubau des Straßenmeisterei-Gerätehofs in Tauberbischofsheim.
Auszeichnungen und zukünftige Projekte
Das Staatliche Hochbauamt Schwäbisch Hall hat sich durch mehrere Auszeichnungen für eine qualitätsvolle und nachhaltige Baukultur hervorgetan. Besonders hervorzuheben sind die Hugo-Häring-Auszeichnungen für den Neubau eines Sanitätsversorgungszentrums und einer Nachschubhalle auf dem Heeresflugplatz Niederstetten sowie die Auszeichnungen für den Neubau der Gärtnerhalle und eines Konditionsraumes in Walldürn. Aktuell beschäftigt das Amt 99 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von knapp 41,6 Millionen Euro.
In den kommenden Jahren stehen mehrere bedeutende Projekte an, die vor allem die Bundeswehr betreffen. Dazu gehören der Ausbau der Munitionslager in Altheim und Wermutshausen sowie der Bau neuer Unterkunftsgebäude an den Standorten Hardheim, Walldürn und Niederstetten. Zudem sind kurzfristige Bereitstellungen von Unterkunftsgebäuden an mehreren Bundeswehrstandorten sowie der Neubau für die Heeresinstandsetzungslogistik in Walldürn geplant.
Nachhaltigkeit und die Energiewende
Ein zentrales Thema in der Baupolitik ist die Nachhaltigkeit. Chavillier und sein Team setzen sich für die Realisierung klimaneutraler Bundesgebäude ein, mit dem Ziel, den Gebäudebestand der Bundesliegenschaften bis 2045 klimaneutral zu gestalten. Dies erfordert eine ganzheitliche Planung, die die Symbiose von Gebäude und technischer Ausrüstung berücksichtigt. Die Anwendbarkeit der Lösungen steht im Vordergrund, um die Akzeptanz der neuen baulichen Anlagen durch die Nutzer zu gewährleisten.
Das interdisziplinäre Team des Hochbauamts setzt sich aus Experten aus Architektur, Versorgungstechnik, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Landschaftsarchitektur zusammen. Diese Vielfalt fördert innovative Ansätze und Lösungen, die sowohl funktional sind als auch das Wohlbefinden der Nutzer im Blick haben. In diesem Kontext wird auch die Notwendigkeit einer ressourcenschonenden Umsetzung bei jedem Bauprojekt betont, um die Lebensqualität zu verbessern und eine zukunftsorientierte Baukultur in Deutschland zu fördern.
Die gesamte Planung berücksichtigt den Lebenszyklus der Bauwerke, und das Engagement für Barrierearmut und Nachhaltigkeit ist ein Zeichen für die verantwortungsvolle Haltung des Bundesbauamts. Mit diesen Zielen im Hinterkopf wird die Weichenstellung für eine nachhaltige und lebenswerte Baukultur in Deutschland weiter vorangetrieben.
Für weitere Informationen über die neuen Entwicklungen im Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall und die Projekte, die anstehen, können Sie die Quelle einsehen. Auch die Hochschule Biberach bietet interessante Einblicke in die akademische Ausbildung von Matthias Chavillier. Weitere Details zur Baukultur finden Sie in der Quelle, die die Ziele und Ansätze des Bundesbauamts beschreibt.